BusinessInterview

Chris Steiner über krisenerprobte Unternehmensmodelle

Das Jahr 2024 ist erst wenige Wochen alt und dennoch jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Teuerung, Kriege und Wirtschaftskrisen bestimmen die Berichterstattung in den Medien. Dennoch gibt es immer wieder Unternehmer, die es schaffen, auch unter schwierigsten Bedingungen das Optimum herauszuholen.

Chris Steiner mit seinem Unternehmen “Abnehmen im Liegen” ist so eine rühmliche Ausnahme. Im Interview erklärt der Vollblutunternehmer, wie er mit Krisensituationen umgeht und warum so manche Krise durchaus zum Vorteil für das eigene Geschäft werden kann.

Herr Steiner, wie sehr fürchten Sie sich vor Wirtschaftskrisen?

Chris Steiner: Ich habe keine Angst vor Wirtschaftskrisen. Ich sehe schwierige Situationen als Chance, kreativer zu werden und sich weiterzuentwickeln. Krisen, welcher Art auch immer, zwingen uns, unsere Komfortzone zu verlassen und neue Lösungen zu finden.

So gesehen verliert der Begriff „Wirtschaftskrise“ etwas von seiner Bedrohlichkeit.

Tatsächlich spült sie Geschäftskonzepte vom Markt, die nicht zukunftsfähig sind. Übrig bleiben Strukturen und Unternehmen, die für ihre Kunden einen nachhaltigen Mehrwert schaffen und damit ihre Existenzberechtigung unter Beweis stellen.

Auch auf der persönlichen Ebene wirken Krisen. Sie regen dazu an, sich und seine Sichtweisen zu hinterfragen. Das fördert die Kreativität, die es braucht, um langfristig erfolgreich zu sein. Um dies zu gewährleisten, werden wir im Mai mit “Abnehmen im Liegen” etwas Bahnbrechendes präsentieren.

Welche Lektionen haben Sie selbst aus vergangenen Krisen gezogen?

Chris Steiner: Tatsächlich habe ich mein erstes Unternehmen 2008/2009 mitten in der weltweiten Subprime-Krise gegründet. Alle um mich herum haben mir davon abgeraten. Zu groß sei das Risiko, in eine große Weltwirtschaftskrise zu stürzen.

Dennoch bin ich meiner Vision gefolgt und habe in diesen schwierigen Zeiten einen Weltmarktführer aufgebaut.

Ich wusste: Wenn das Konzept in dieser schwierigen Zeit funktioniert, dann funktioniert es immer.

Die Erkenntnisse aus dieser Zeit habe ich natürlich auch in mein aktuelles Projekt “Abnehmen im Liegen” einfließen lassen. Ich betreibe keine Schönwetterprojekte, sondern krisenfeste Geschäftsmodelle. Das ist genau das, was ich jedem, der sich selbstständig machen will, rate – die Resilienz des Businessplans zu prüfen.

Sollte sich derzeit überhaupt jemand selbständig machen?

chris steiner interview
Bildrechte: Chris Steiner

Chris Steiner: Jeder sollte sich die Frage stellen, in welcher Form und mit welchen Aktivitäten er Krisen am besten begegnen kann. Es steht außer Frage, dass wir uns in schwierigen Zeiten befinden, die unter Umständen noch schwieriger werden können.

Die Lösung, auch wenn es viele nicht gerne hören, heißt Selbstständigkeit. Denn eines haben die vergangenen Jahre ganz deutlich gezeigt:

Man darf sich auf niemanden verlassen, auf keine Institution und schon gar nicht auf die Politik. Man muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich selbstständig machen, um unabhängig zu sein.

Genau diese Unabhängigkeit bieten wir mit “Abnehmen im Liegen” an. Wer mit dem Thema Unabhängigkeit nichts anfangen kann, sollte sich vor Augen halten, dass Krisenbewältigung persönliches Wachstum und eine Veränderung der persönlichen Sichtweise voraussetzt.

Wie hat Ihr Unternehmen “Abnehmen im Liegen” die letzten Jahre bewältigt?

Chris Steiner: Wir haben das Kunststück fertiggebracht, unser Ergebnis in den letzten vier Jahren viermal zu verdoppeln. Hier zeigt sich sehr deutlich, dass selbst ein Jahrhundertereignis wie Corona einem krisenfesten Geschäftsmodell nichts anhaben kann.

Mit “Abnehmen im Liegen” haben wir also bereits bewiesen, dass uns selbst die größten Krisen wenig anhaben können. Unser Konzept ermöglicht es den Menschen, sich jünger, gesünder und schlanker zu fühlen. Diese Bedürfnisse bestehen auch in Zeiten großer Krisen.

Gleichzeitig geben wir unseren Partnern Werkzeuge und praktische Erfahrungen an die Hand, die ebenfalls krisenfest sind und ihnen helfen, die notwendigen Umsätze zu erzielen.

Dazu zähle ich vor allem folgende Punkte:

  • Die ständige Begleitung durch eine Ärztin. So wird sichergestellt, dass unsere Partner auf dem neuesten medizinischen Stand der Dinge sind und ihre eigenen Kunden optimal betreuen und beraten können.
  • Wir verfügen über eine Plattform, die 24h am Tag Support anbietet. Auf diese Weise können auftretende Probleme der Partner sofort behoben werden. 
  • Wir führen regelmäßige Kampagnen durch, die den Umsatz der Partner zusätzlich beflügeln. Hier setzen wir regelmäßig enorme Summen an Werbebudget ein, von denen alle Partner profitieren.
  • Wir lassen unsere Partner mit ihren Problemen nie allein. Deshalb gibt es mehrmals die Woche Zoom-Calls, in denen ich selbst meine Erfahrungen und mein Wissen teile.

Welche Kompetenzen sehen Sie als unentbehrlich in Krisensituationen an?

Chris Steiner: Es gibt drei Fähigkeiten, die von enormer Wichtigkeit sind, um selbst in der größten Krise enorm wichtig sind:

  • Beharrlichkeit: Die Fähigkeit, kontinuierlich an der Umsetzung der eigenen Vision zu arbeiten, ist die wohl wichtigste von allen. In Krisen ist es doppelt so schwer, dranzubleiben, weshalb die eigene Beharrlichkeit ständig auf die Probe gestellt wird.
  • Leadership: Nur, wer es schafft, sich selbst und andere Menschen möglichst gut zu führen, wird auf Dauer Erfolg haben. Alles beginnt bei uns selbst, doch wir allein können keine hochgesteckten Ziele erreichen.
  • Verkaufsskills: Egal, wie gut die eigene Dienstleistung oder das eigene Produkt auch ist. Es muss immer verkauft werden. Am besten ist es, ständig am Ball zu bleiben und die eigenen Verkaufsfähigkeiten zu trainieren. Wer verkaufen kann, und sei es nur Ideen, übersteht jede Krise.

Wie wichtig sind Netzwerke und Partnerschaften in Krisenzeiten?

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Bildrechte: Chris Steiner

Chris Steiner: Tragfähige Partnerschaften, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext, sind von größter Bedeutung. Menschen zu finden, die einen in jeder Situation unterstützen, ist wertvoller als Gold.

Die Kunst ist es, sich ein Umfeld zu schaffen, das absolut krisenresistent ist und Leistung bringt, egal wie die Ausgangssituation ist. Mein Team ist mit mir durch die schwierige Corona-Zeit gegangen und hat dabei einen fantastischen Job gemacht. Das schweißt zusammen.

Unser Motto lautet: Wir zählen keine Stunden, wir zählen Geld. Das bedeutet, dass mein Team danach strebt, die Partner des Unternehmens erfolgreich zu machen. Um das zu erreichen, habe ich zum Beispiel während Corona keine monatlichen Gebühren erhoben, um den Partnern “Luft zum Atmen” zu geben.

So baut man krisenfeste Geschäftsstrukturen auf, die auf Loyalität und Vertrauen basieren.

Mittlerweile sind Sie medial bekannter als jemals zuvor. Wie verändert dieser Ruhm Ihre Sicht auf die Business-Welt?

Chris Steiner: Durch meine zahlreichen Fernsehauftritte habe ich tatsächlich einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erreicht. Da ich sehr offen mit meiner finanziellen Situation und meinen geschäftlichen Erfolgen umgehe, bekomme ich immer wieder Anfragen für Investitionen und Geschäftskooperationen.

Diese muss ich aber ablehnen, denn fokussieren ist auch eine wichtige Fähigkeit, um wirklich erfolgreich sein zu können.

Nur wer sich mit voller Hingabe und Konzentration seinen Projekten widmet, wird seine Ziele erreichen.

Deshalb können mein Team und meine Partner sicher sein, dass ich mich weiterhin zu 100 Prozent der Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells widmen werde, um gemeinsam noch größere Erfolge feiern zu können.

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