Spiritualität

Deine gelebte Spiritualität

3 Möglichkeiten der gelebten Spiritualität

Bereits von Beginn an gibt es tiefe Vorurteile gegen den menschlichen Körper. Er wurde als lüstern, sündig und illusorisch abgestempelt. Im besten Fall bezeichnet man ihn als bloßen Staub, im schlimmsten als Tür zu Satan.

Somit ist klar, dass wir eine ausgesprochen seltsame Beziehung zum menschlichen Körper hatten. Wir schwangen von der schlechten in die gute Wahrnehmung, fanden jedoch keinen gesunden Mittelweg. Heute ist das zum Glück nicht mehr so.

Wir verstehen und respektieren unseren Körper mit der Wahrheit der Realität. Wir verstehen und respektieren ihn mit Weisheit, Intelligenz und sogar einer tiefen Verbindung. Der Körper wird als eine Tür zur Seele erkannt.

Doch uns selbst als heilig anzusehen ist alles andere als einfach. Ererbte Überzeugungen, Vorurteile und alte Wunden trügen unsere Sicht. Doch nicht nur dass, sondern auch die moderne Spiritualität mit der Betonung auf die körperlose „Transzendenz“ erschwert eine gesunde Beziehung zum eigenen Körper. Hier wird gelebte Spiritualität beinahe unverzichtbar.

Doch was ist gelebte, verkörperte Spiritualität?

Eine gelebte spirituelle Erfahrung, begründet auf den Körper. Wenn wir anfangen diese gelebte Spiritualität zu leben, beginnen wir auch zu erkennen, dass der Körper ein lebendiger Ausdruck des Geistes ist.

Betrachtest du diese Weisheit so, dann wird der Körper eine Quelle enormer Weisheit und Einsicht, er ist der Mikrokosmos des Makrokosmos. Er ist der Weg der transzendenten und immanenten Natur des Göttlichen.

Der Körper als Speicher der Traumata

Der Psychiater Bessel Van Der Kolk beschreibt es in seinem Buch „The Body Keeps Score“ treffend. So wirken sich traumatische Ereignisse nicht nur auf die emotionale und mentale Gesundheit aus, sondern auch auf den körperlichen Zustand.

So kann beispielsweise ein Missbrauch von der Seele vergessen werden, nicht jedoch vom Körper. Langsam und über Jahre hinweg häufen sich so die Symptome von Stress und Traumatas.

Wenn wir uns damit nicht befassen, beginnt der Körper mit Muskelverspannungen, Autoimmunerkrankungen und endlosen anderen Erkrankungen, auf sich aufmerksam zu machen.

Deshalb ist eine freundliche Einstellung gegenüber unseres Körpers ein Kernelement der spirituellen Heilung und Transfirmation.

Das Tor zur spirituellen Weisheit

Gelebte Spiritualität, das Tor zur spirituellen Weisheit

Doch nicht nur Traumas, auch Weisheit schlummert in deinem Körper. Laut Buddha ist unser Körper im Gegensatz zu unserem Geist im Hier und Jetzt verankert.

Unsere Körper sind nicht nur ein unbestreitbare mächtiges Tor zum gegenwärtigen Moment, sondern auch ein wahnsinnig genauer Wahrheitsdetektor.

Es gibt eine Vielzahl von Potenzial für Offenbarung, nie empfundene Freude, regenerative Erdung und Integration, wenn du beginnst deinen Körper zu ehren. Doch wo genau fängt man mit der gelebten Spiritualität an?

3 Wege der gelebten und verkörperten Spiritualität

Eine Vielzahl von Menschen praktizieren verkörperte und gelebte Spiritualität auf unterschiedliche Weise. Sie dient der Linderung der chronischen Schmerzen, bis hin zur Beseitigung spiritueller Blockaden.

Ein paar Beispiele hierfür sind Massagen, Akupunktur, Meditation, Yoga, somatische Psychotherapie.

Gelebte Spiritualität – Yoga

hatha yoga verkörperte Spiritualität

Yoga ist laut Historikern eine über 10.000 Jahre alte Praxis. Einige dafür eignen sich für Traumaheilungen und verkörperte Spiritualität. Wunderbar ist hierfür beispielsweise das Ausüben von Hatha Yoga.

Wenn du deinem Körper also mit Yoga etwas gutes tun möchtest, dann informiere dich, ob es in deiner Nähe teaunainformierte Hatha-Yogalehrer gibt. Yoga ist ein wunderbarer Ansatz für verkörperte Spiritualität, da es nicht nur ein philosophisches Element enthält, sondern auch ein direktes, viszerales Verständnis für deinen Körper nahe bringt.

Du kannst dir durch das Hatha-Yoga sowohl deiner Stärken, Traumata und derer Lösung bewusst werden. Yoga verhilft dir dabei dich in den direkten Kontakt mit der zeitlosen Weisheit zu bringen.

Atmung in der gelebten Spiritualität

Durch eine gezielte Atemübung kannst du deinen Körper und Geist beruhigen und reinigen. Auch diese Methode gibt es seit mehreren Jahrtausenden.

yoga richtige Atmung zur gelebten Spiritualität

Vorteile hiervon sind Entspannungen deines Nervensystems, Verbesserungen des geistigen Wohlbefindens, Immunfunktion Verbesserungen, gesteigerte Energie, höhere Kreativität, und einem Fokus und Induzierung mystischer Erfahrungen.

Da du durch deinen Atem erst lebst, kannst du durch ihn auch gelebte Spiritualität ausüben. Einige Atemarbeiten sind Pranayama, holotrope Rebirthing, schamanische Atemtechniken und Achtsamkeitsmeditationen. Finde die Übung, die sich am besten für dich anfühlt und probiere es aus.

SOAR

Das ist eine, im Jahr 2017 entwickelte Technik für hochsensiblen und besonders einfühlsame Menschen. Sie kann aber von jedem durchgeführt werden, dem sie gut tut.

soar Bedeutung

SOAR bedeutet

S : Stop, beobachten der Gegenwart, anhalten des Gedankenkreisens. Nehme alles ohne Bewertung an wie es ist, im inneren und im außen. Lasse die Empfindung in aller Ruhe, auf natürliche Weise geschehen, frei von jedem Zwang.

Sei offen für schmerzhafte und unangenehme Empfindungen ohne sie krampfhaft festzuhalten. Die meditative Praxis hilft energetische Hygiene zu praktizieren und sie mehr in unserem Körper zu verankern.

Des Weiteren bleibst du in Verbindung mit dem gegenwärtigen Moment. Es ist eine ganz wundervolle Art um die gelebte Spiritualität auszuüben.

Beobachten: Oder auf englisch overwatching. Beobachte deine inneren und äußeren Erfahrungen einmal ganz genau. Was ich mit Erfahrungen meine. Deine Eindrücke die aus Gerüchen, Geräuschen, Farben und Formen auf dich wirkten und dies nach wie vor tun.

Erlaube:oder auf englisch auch allow. Nehme alles was passiert an, frei von jeglichem Widerstand. Nehme es an, erlaube es zu sein und umarme liebevoll was auch immer geschieht.

Ruhe: (rest) in dieser schnelllebigen Zeit sind Ruhe und Entspannung das A und O. Erzwinge nichts und drücke dich vor nichts, erlaube allen Empfindungen in dir aufzukommen. Denn jedes Gefühl hat eine Daseinsberechtigung.

Bei SOAR bist du, wenn du es richtig anwendest, offen für alle unangenehmen und schmerzvollen Emotionen und Erfahrungen auf deinem Lebensweg. Du hältst jedoch nicht an ihnen fest und lässt diese Energie in deinem Körper los.

SOAR ist eine meditative Praxis die dir dabei behilflich sein kann energetische Hygiene spielend leicht in deinem Alltag zu integrieren und in deinem Körper zu verankern. Du bleibst allgegenwärtig mit dem gegenwärtigen Augenblick verbunden. Genau deshalb ist SOAR klasse um an die verkörperte Spiritualität heranzutreten.

Doch nicht nur dein Kopf und dein Geist erinnern sich an Dinge. Auch deine Gelenke, Knochen und sogar dein kleiner Zeh trägt Erinnerungen mit sich. Woran du das merkst? Du kannst dich beispielsweise bewegen, ohne nachzudenken.

phantomschmerzen gelebte 3 Möglichkeiten der gelebten Spiritualität hatha Yoga

Doch auch schmerzhafte Erinnerungen kann dein Körper mit sich tragen, denken wir nur mal an Phantomschmerzen. Doch jetzt wo du dies alles weißt, jetzt wo du weißt welch große Rolle dein Körper in deinem Leben spielt, solltest du den Stellenwert eventuell nochmals genau überdenken.

Dein Körper verdient es als ein zentraler Bestandteil der spirituellen Reise betrachtet und als heilig betrachtet zu werden. Wenn du deinen Körper verehrst, verwöhnst und respektierst dann verkörperte du deine spirituelle Seite beweist Reife und Ausgeglichenheit.

Also denke das nächste Mal bevor du dich und deinen Körper schlecht machst an deine Spiritualität und dein inneres Ich.

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