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Eigentlich ganz einfach: 13 Tipps, wie du deine größten Schwächen in Stärken umwandeln kannst

Der Schlüssel zum persönlichen Wohlbefinden liegt in einem gesunden Selbstbewusstsein. Denn selbstbewusste Menschen fühlen sich nicht nur wohl in ihrer Haut, sondern strahlen das auch nach außen hin aus. Das wiederum wirkt sich natürlich auch auf alle Beziehungen im persönlichen Umfeld – von der Liebesbeziehung bis hin zur Geschäftspartnerschaft – aus.

Man kann also ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass die Beziehungen von Menschen, die ein größeres Selbstbewusstsein haben, stabiler sind. Diese Annahme wird nun aber von einer aktuellen Studie widerlegt, wie „Psychology Today“ berichtet. Laut dieser Studie könnte nämlich der Schlüssel zu funktionierenden und stabilen Beziehungen das Anerkennen von Schwächen sein.

Durchgeführt hatten die Studie Alice Huang sowie Howard Berenbaum von der University of Illinois. Die Forscher haben herausgefunden, dass das Erkennen sowie die Akzeptanz der eigenen Fehler zur gesündesten Form der Selbstreflexion gehören. Diese Art der „Selbstsicherheit“ nennen die Autoren der Studie eine „offene und nicht verurteilende Akzeptanz seiner eigenen Schwäche“. Wichtig ist es ihrer Meinung nach, dass sich jeder selbst erlaube, Dinge, „die unser Selbstwertgefühl herausfordern“ zu erkennen. Verunsichern lassen solle man sich davon aber nicht.

selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein als Tarnung für fehlende Selbstsicherheit

Keinesfalls sollte Selbstsicherheit mit Selbstbewusstsein verwechselt werden. Denn man könne sehr wohl äußerst selbstbewusst sein und dennoch über wenig Selbstsicherheit verfügen. Der Grund: Menschen, auf die dies zutrifft, sind sich und ihren Fehlern gegenüber äußerst kritisch.

Üblicherweise wird es als Vorteil betrachtet, wenn jemand über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein verfügt – das gilt auch für Beziehungen zwischenmenschlicher Art. Anders hingegen sieht es aus, wenn es sich beim gesunden Selbstbewusstsein lediglich um eine „Mogelpackung“ handelt. Denn wenn sich unter dem selbstbewussten Verhalten die Angst verbirgt, dass die persönlichen Schwächen enttarnt werden könnten, sind auch sämtliche Beziehungen auf diesem zerbrechlichen Gebilde aufgebaut.

Defensiv und teilweise sogar herablassend werden nämlich vor allem Menschen, die nur wenig Selbstsicherheit, dafür aber ein großes Selbstbewusstsein besitzen – vor allem dann, wenn sie mit Fehlern oder Kritik konfrontiert werden. Nach Meinung der US-amerikanischen Forscher ist es deshalb umso wichtiger, sich und seine Schwächen völlig zu akzeptieren. Bevor das passieren kann, müssen sich die Betroffenen allerdings selbst erst einmal erkennen.

Um zu bestimmen, wie hoch die Selbstsicherheit ist, haben die Forscher einen Fragenkatalog mit folgenden 13 Fragen entwickelt. Beantwortet werden die Fragen auf einer Skala von 1 (stimme völlig überein) bis 7 (stimme gar nicht überein). Damit kann jeder für sich selbst feststellen, ob sich unter dem Deckmantel der Selbstsicherheit vielleicht doch auch (mehr oder weniger ausgeprägte) Unsicherheit verbirgt.

  1. Meine Schwächen geben mir das Gefühl, etwas würde mit mir nicht stimmen.
  2. Meine Schwächen lösen in mir den Wunsch aus, mich zu ändern.
  3. Wegen meiner Schwächen kann ich mein Leben weniger genießen.
  4. Meine Schwächen machen mein Leben weniger erfüllend.
  5. Meine Schwächen machen mein Leben weniger bedeutsam.
  6. Wegen meiner Schwächen fällt es mir schwer, mich zu mögen.
  7. Wegen meiner Schwächen fällt es mir schwer, mir selbst zu vergeben.
  8. Wegen meiner Schwächen fällt es mir schwer, mich selbst zu respektieren.
  9. Meine Schwächen stören mich.
  10. Ich wäre glücklicher ohne meine Schwächen.
  11. Ich wünschte, ich hätte meine Schwächen nicht.
  12. Trotz meiner Schwächen fällt es mir leicht, mich dafür wertzuschätzen, wer ich bin.
  13. Trotz meiner Schwächen fällt es mir leicht, gütig zu mir sein.

(Quelle für die Fragen)

Wer sich eingehend mit den genannten Fragen beschäftigt und vor allem ehrlich zu sich selbst ist, kann einen eventuellen Mangel an Selbstsicherheit erkennen und anschließend aktiv daran arbeiten. Denn wer sich hinter seinem Selbstbewusstsein versteckt, das er nur aufrechterhalten kann, weil er seine Schwächen nicht anerkennt, dürfte kaum dazu in der Lage sein, langfristige Beziehungen zu führen.

Diese Gemeinsamkeit haben glückliche Menschen

Alice Huang und Howard Berenbaum sind überzeugt davon, dass sie mit ihrer Arbeit einen der wichtigsten Aspekte der Selbstwahrnehmung ausgemacht haben, der bisher von niemandem untersucht wurde. Denn wer aktiv an seiner Selbstsicherheit arbeitet, sorgt nicht nur dafür, dass die Basis für sämtliche Beziehungen stabiler wird. Derjenige bekommt zudem einen anderen Blickwinkel auf sich selbst und bringt jeden der Erkenntnis näher, dass man sehr wohl glücklich sein kann ohne perfekt zu sein.

Wer denkt, dass er lediglich von seinen Schwächen aufgehalten wird, um die vollkommene Zufriedenheit zu erreichen, sollte in Bezug auf die Selbstsicherheit besser einen neuen Ansatz verfolgen: Die eigenen Schwächen und Fehler sollten bewusst wahrgenommen und als Teil der eigenen Persönlichkeit akzeptiert werden. Der letzte – und wohl auch wichtigste – Schritt besteht darin, dass sich die Betroffenen mit all ihren Fehlern und Stärken gut fühlen. Das gilt für diejenigen persönlich, aber auch für deren Umgang mit anderen Menschen. Denn nur wer ausstrahlt, dass er sich rundum wohl in seiner Haut fühlt, erhält auch ein entsprechendes, positives Feedback von den Menschen in seiner Umgebung.

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