Gesundheit

Wie du deinen Körper wirksam entsäuern kannst!

Wieso ist dein Körper sauer?

Der menschliche Körper ist ein sensibles System. Wir sind ein Wunderwerk der Natur, in dem Billionen Zellen zusammenspielen.

Dieses System wird von innen und außen beeinflusst: durch unsere Umwelt, unsere Gedanken, unsere Ernährung und unser Verhalten gegenüber uns selbst. Damit in unserem Körper alles gut funktionieren kann, müssen Schwankungen möglichst schnell ausgeglichen werden.

So reguliert der Körper zum Beispiel den Blutzucker nach oben und unten, auch der pH-Wert im Blut wird hier fein reguliert. Das garantiert ein reibungsloses Funktionieren unseres Systems – so bleiben wir gesund, fit, leistungsfähig und stark.

Eines dieser Puffersysteme ist der sogenannte Blut-pH-Puffer. Es handelt sich dabei um ein ausgeklügeltes System von Mineralien, die zusammenwirken, um den pH-Wert in deinem Blut konstant auf 7,36 zu halten.

Wenn dein Körper “sauer” wird, also übersäuert, sprechen wir von einer Veränderung des Blut-pH-Wertes in Richtung “sauer”. Normalerweise beträgt dieser Wert ca. 7,36.

Fällt der Wert, wird das Blut zu sauer. Dies geschieht durch eine Veränderung in der Mineralisierung deines Bluts, wenn dadurch mehr Säuren und weniger Basen vorhanden sind. Sinkt dein Blut-pH-Wert also unter 7,36 spricht man von einem sauren Milieu und damit von Übersäuerung.

Aber wie kommt es überhaupt zur Übersäuerung?

Ursachen für Übersäuerung

Übersäuerung hat in unseren Lebensverhältnissen viele Gründe. Im heutigen, modernen Lifestyle spielen die Ernährung, der Stresspegel und der Grad an Bewegung eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Säuren und Basen im Blut.

Wir essen oft schnell und nicht das Richtige für uns. Wir greifen zu den “falschen” Lebensmitteln. Essen in Hektik, sind im Terminstress und aktivieren dauerhaft unser Stresssystem im Körper, ohne einen Ausgleich dafür zu schaffen. Wir bewegen uns zu wenig, sitzen zu viel und Zeit für Sport bleibt eh nur selten.

All diese Faktoren führen zu Übersäuerung: deine Ernährung bringt viele Säuren mit, dein Stresspegel wirkt sich nachteilig auf den Abbau der Säuren in deinem Blut aus und die ausgleichende Wirkung von Bewegung fällt fast grundsätzlich weg.

Lebensmittel als Ursache für Übersäuerung

Im Fokus auf deine Ernährung schauen wir besonders auf Lebensmittel tierischen Ursprungs. Viele Eiweißbringer sind auch stark sauer: Fleisch, Fisch, Wurst, Eier, Milchprodukte.

Dasselbe gilt auch für Lebensmittel, die verarbeitet wurden und viele schnelle Kohlenhydrate und Zucker enthalten: Müslis, Backwaren, Kekse, usw.

Auch industriell verarbeitete Lebensmittel wirken oft stark sauer auf unseren Körper: Tütensuppe, Pizza & Co. sind eine echte Herausforderung für das Puffersystem in unserem Blut.

Weitere, echte Säuretreiber sind Getränke: Mineralwasser mit Kohlensäure, Sodas und Limos, mit Süßstoffen versetzte Light Getränke, Kaffee – all diese treiben den Blut-pH weiter nach unten und machen uns zunehmend sauer.

Wenn unser Körper nun übersäuert, funktionieren die Systeme in unserem Körper nicht mehr richtig. Unsere Zellen werden nicht mehr richtig versorgt und können nicht mehr mit 100 % ihrer Energie arbeiten.

Es sammeln sich Abfallstoffe, Giftstoffe und Abbauprodukte in unseren Zellen und den Zellzwischenräumen an, die nicht abtransportiert werden.

Wie wirkt sich das auf unseren Körper aus?

Das spüren wir meist recht schnell, wenn wir unseren Körper achtsam beobachten: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Rückenschmerzen, Erkältungsneigung oder Wassereinlagerungen ins Gewebe sind klassische Anzeichen. Möglicherweise spürst du auch eine vermehrte Reizbarkeit, fühlst dich unausgeglichen und nicht verankert.

Das liegt oft daran, dass unser Gehirn versucht, Energie zu sparen, um den Körper nicht noch stärker ins Ungleichgewicht zu schieben. Wir wollen uns also eigentlich schonen, aber weil das nicht immer funktioniert, sind wir gereizt, kurz angebunden oder schmerzgeplagt.

All diese Symptome sind ein Aufruf deines Körpers, etwas gegen den sauren Zustand zu tun.

Was du tun kannst, um deinen Körper zu entsäuern

deinen Körper entsäuern

Wenn du deinen Körper nun entsäuern möchtest, um wieder in dein Wohlbefinden und deine Energie zurückzufinden, gibt es verschiedene Ansätze, die ich dir empfehle zu kombinieren.

Zum einen kannst du deine Ernährung etwas umstellen, um so mehr basische Lebensmittel (mehr dazu später) in deinen Alltag zu integrieren. Zum Anderen kannst du ein bisschen mit Hilfsmitteln nachhelfen, um deinem Körper die Entsäuerung zu vereinfachen.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist dein Lifestyle.

Es ist wichtig, wenn du wirksam und nachhaltig entsäuern willst, dass du deinen Lebensstil deinem Wohlbefinden anpasst und hier alle deine Anteile – deinen Körper und deine Psyche – berücksichtigst.

So entsäuerst du deinen Körper richtig!

Zu Beginn unterziehe deine Ernährung einer kleinen Prüfung: Wo in deinen täglichen Lebensmitteln verstecken sich Zucker, Fruchtsäuren oder Zusatzstoffe?

All diese Dinge bringen deinen Stoffwechsel durcheinander und begünstigen eine Übersäuerung. Das gilt genauso für Kaffee, Fleisch und alle Lebensmittel, die verarbeitet wurden.

Am besten sortierst du diese Dinge also für eine kleine Weile aus. Eine Woche ist für eine Entsäuerungskur schon ausreichend. Wenn du auf Dauer basisch leben möchtest, prüfe genau, welche Lebensmittel dir am Herzen liegen und auf welche du getrost verzichten kannst.

Auf deinem Speiseplan sollten sich nun hauptsächlich unverarbeitete Lebensmittel aus pflanzlichen Quellen finden, dazu wenig Salz und Zucker. Dazu darfst du gerne viel stilles Wasser und ungesüßte Kräutertees trinken.

Wenn du deine Ernährung anpasst, achte auch auf deinen Lifestyle! Eine Umstellung deiner Ernährung sollte dir Spaß und Freude bereiten, keinen Stress verursachen.

Betrachte die Entsäuerung als Projekt, so wird sie leichter in der Umsetzung. Kombiniere hier deine Ernährungsumstellung auch mit neuen Lifestyle-Routinen, die dich entspannen und wieder bei dir ankommen lassen. Das senkt deinen Stresslevel und bringt dich (und deinen Blut-pH-Wert) wieder mehr in Balance.

Ergänze die ganze Veränderung nun um eine kleine Bewegungseinheit pro Tag. Ideal sind Sportarten im sogenannten aeroben Bereich, in dem du also noch gut Luft bekommst und danach keinen Muskelkater hast.

Spazieren gehen, Schwimmen oder Radfahren sind ideale Begleiter einer Entsäuerungskur.

Meine Top 5 Foods, um deinen Körper wirksam zu entsäuern

Top 5 Foods - Körper entsäuern

Damit du direkt einfach starken kannst, möchte ich dir noch meine Top 5 Entsäuerungs-Foods mitgeben. Du kannst sie einfach in deine Hauptmahlzeiten integrieren und so direkt in die Umsetzung kommen.

Nr.1 die Kartoffel:

Als Knolle mit vielen langsam verdaulichen Kohlenhydraten eignet sich die Kartoffel wunderbar zur Entsäuerung. Sie bringt viele Mineralien mit, die den Blut-pH-Wert stabilisieren und macht zugleich satt, ohne den Blutzuckerspiegel zu belasten.

Nr.2 der Kürbis:

Als Herbst- und Wintergemüse schlechthin ist der Kürbis voller wichtiger Mikronährstoffe. Er bringt viele Vitamine, vor allem Vitamin C, B2 und B6 mit sich und sorgt so für ein optimales Arbeitsklima im Körper.

Nr.3 Petersilie:

Frisch aus dem Topf passt Petersilie in jedes Gemüsegericht und bringt nicht nur viele Vitamine (C, A, E, B)  mit sich, sondern auch eine große Portion Magnesium, Eisen und Calcium. Somit sorgt Petersilie aktiv für einen Ausgleich der Säuren im Blut.

Nr.4 Spinat, Rucola & Co.:

Je grüner, desto besser! Auch die bekannten Blattgemüse sorgen mit vielen Mineralstoffen und Vitaminen für einen aktiven Ausgleich des Blut-pH-Werts und bringen so ihren Anteil zur Entsäuerung mit ein. Dazu bringen sie mit ihren Bitterstoffen die Galle in Schwung und halten unsere Leber fit.

Nr.5 Nüsse & Mandeln:

Als Proteinbooster sind uns Nüsse und Mandeln in der Entsäuerungsphase absolut willkommen. Sie liefern nicht nur wertvolles Eiweiß, sondern auch große Mengen an Mineralstoffen, die wiederum aktiv die Säuren im Blut regulieren. Besonders zugreifen darfst du bei Mandeln, Paranüssen, Pistazien und Walnüssen.

Für den Start in deine Ernährungsumstellung probiere dich an Gemüsesalaten, Gemüsepfannen, Ofengerichten, Suppen oder Nüssen im morgendlichen Müsli. Du kannst auch Gemüse in deinen Smoothie geben, ihn mit Nüssen pimpen oder auf pflanzliche Milchalternativen umsteigen.

Du musst nicht zu 100 % auf alles verzichten, was dir vorher gut geschmeckt oder sogar gut getan hat. Ergänze deinen Speiseplan einfach zunehmend um Gemüsemahlzeiten.

So reduzierst du automatisch deinen Fleischkonsum und den Konsum von Fertigprodukten, was dich mehr und mehr in eine basische Ernährung führt, ohne dich zu stressen oder dir Druck zu machen.

Noch ein wichtiger Hinweis zum Abschluss:

Wenn du Symptome der Übersäuerung verspürst, dich sehr unwohl fühlst oder das Gefühl hast, dass etwas anderes dahinter stecken könnte, geh bitte zum Arzt. Dasselbe gilt, wenn du schwanger bist, Nierenerkrankungen hast oder übergewichtig bist.

Hier ist es besonders wichtig, dass du eventuelle Wirkungen einer Ernährungsumstellung mit deinem Hausarzt besprichst, um sich zu gehen, dass du dir wirklich etwas Gutes tust.

Über die Verfasserin

Isabel Ernst

Isabel Ernst ist diplomierte Ernährungsberaterin, Entspannungs- und Achtsamkeitstrainerin und studierte Biologin.

In ihren Coachings, Mentorings und Kursen vermittelt sich ein breites Spektrum an Fachwissen der ganzheitlichen Ernährung und begleitet ihre Teilnehmerinnen in eine tiefe Verbundenheit zu sich selbst.

So ermöglicht sie es ihren Kundinnen, nachhaltig ihre Ernährung auf sich selbst auszurichten und 100% in ihrer Energie zu kommen.

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