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Mal eine Pause machen und in sich reinspüren? Nein, danke!

Ostern. Feiertage. Gute Möglichkeit, mal zu stoppen. Mal innezuhalten. Mal so reinzuspüren. Was da so geht in mir. Zu spüren, wie ich mich fühle.

Wie gesagt, wäre eine gute Möglichkeit… Was ich mache? Einfach weiter. Nutze den ersten Feiertag, um mal in Ruhe zu arbeiten. Ohne „störende“ Kundenanrufe. Mit Open End. Muss nicht einkaufen gehen oder kochen. Alle Läden haben zu. Schön, endlich mal schreiben, wie lange ich will. Warum sollte ich den alltäglichen Film, in dem ich mich ewig gleich weiterdrehe, überhaupt verlassen? Auch wenn mir durch das ganze Gedrehe immer öfter schwindlig wird?

Lieber bei anderen Geschichten zuschauen

Na ja, vielleicht deshalb, weil ich dann mal mitbekäme, wie es mir geht. Aber es ist ja so unendlich viel bequemer immer so weiterzumachen, wie man das halt tagtäglich so macht. Warum abends das Fernsehen mal auslassen, was einen so wunderschön in andere Welten, Geschichten und Leben entführt? Schön weit weg von den eigenen Problemen, von den eigenen nicht immer rosaroten Gedanken. Dabei liebe ich Pink doch so. Aber wir kommen vom Thema ab…

Wenn Fremde dich mehr spüren als du dich selbst

Warum man vielleicht doch mal innehalten und in sich hineinspüren sollte, wäre, dass dann nicht ein Typ, den man über ein Dating-Portal kennengelernt hat, beim ersten Treffen nach gerade 20 Minuten sagt, dass er das Gefühl habe, dass ich mich nicht spüre. „Aha, er hat also ein Gefühl und ich kann mich nicht spüren“, denke ich mir in diesem Augenblick. Keine Frage, dass aus dieser Partie nichts werden kann. Aber das mit dem Spüren bleibt, beschäftigt mich.

Zählt meditieren auch?

Jetzt ist es ja nicht so, dass ich gar keine Pausen mache. Obwohl, Mittagspausen sind nicht mein Ding. Wochenenden ohne Schreiben… kann ich mich nicht mehr dran erinnern und Urlaube? Na ja, 2011 einmal für eine Woche… Ups, vielleicht steht es um mich doch schlimmer als gedacht. Aber ich meditiere! Jawoll! Jeden Morgen und jeden Abend – 20 Minuten! Allerdings, finde ich, hat meditieren, so gut es einem auch tut, nicht wirklich etwas mit in sich reinfühlen zu tun…

Verdrängen ist einfach einfacher!

Vielleicht ist das auch alles überbewertet, denke ich mir. So ein bisschen in sich reinspüren, was soll das schon bringen? Könnte auch ein bisschen langweilig werden. So ganz ohne Ablenkung. Und Langeweile mag ich überhaupt nicht. Zum Glück ist das auch etwas, was ich nie habe, weil ich ja immer arbeite. Eine Therapeutin nannte das mal Verdrängungsmechanismus. Unnötig zu erwähnen, dass auch die Therapeutin und ich getrennte Wege gingen. Ist ja klar! Müsste ich zu viel nachfühlen und spüren.

Ich merke gerade, während ich so über das Spüren schreibe, dass ich ein wenig traurig werde. Darüber, dass das so schwer für mich ist. Dabei werde ich ganz schwermütig und ruhig… auf einmal hören meine Finger auf, über die Tastatur zu tanzen… Jetzt nur nicht aufhören… Denn, wenn ich aufhöre, dann könnte ich ja was fühlen. Hilfe, wo ist der nächste Text?

Wie ist das bei Ihnen? Nehmen Sie sich Zeit, um mal nachzufühlen, was in Ihnen so los ist?

Jana Behr ist Journalistin, Texterin und Marketingberaterin. Am liebsten schreibt sie auf ihrem Blog www.heldindesalltags.com, der eine Mischung aus „Sex and the City“ und Literaturblog ist. Mit ihm will sie ihren Lesern ein Lächeln auf die Lippen zaubern und sie für einen Moment von ihrem Alltag ablenken.

Täglich Flipflop Stories und selbst kreierte Zitate zum Lachen, Nachdenken und Lieben finden Sie unter https://www.instagram.com/heldindesalltags_/ oder auch auf Facebook https://www.facebook.com/heldinnenalltag/.

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