Interview

Nadine Pötz – Der Weg der Veränderung

Nadine Pötz begleitet als Personal- & Businesscoach Menschen, überwiegend Frauen, die durch Erkenntnis die Welt für sich und andere zu einer besseren gestalten möchten. Ob mit privaten Anliegen oder im beruflichen Kontext – unterm Strich geht es ihr um den Menschen und die Entdeckung seiner Bedürfnisse.

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Nadine Pötz über den Weg der Veränderung durch „deinen Augenblick“

Sie spricht über „deinen Augenblick“ im Leben, wo Herz und Körper sich im Einklang befinden und die elementaren Bestandteile erkannt und klar fokussiert werden.

Nadine Pötz Personalcoach

Wer bist du?

Nadine Pötz: Ich bin eine Frau, die zutiefst davon überzeugt ist, dass die eigene Entwicklung wie auch das Leben selbst ein Prozess ist und die Lösung für persönliche Themen ausschließlich an und in uns selbst liegt.

Wie würdest du dein Leben beschreiben?

Sinnhaft und erfüllend. Turbulent, glückselig, humorvoll. Gleichermaßen mit Leichtigkeit, großen Gedanken und noch tieferen Emotionen.

Hast Du feste Rituale oder Routinen im Leben?

Nadine Pötz: Ein morgendliches Ritual ist das bewusste Aufstehen mit einem Glas warmem Wasser. Ich bringe dem Tag ein offenes „Hallo“ entgegen und bin gespannt, was er wohl dieses Mal vorhat.

Diese Ruhe genieße ich sehr.

Das bewusste Ankommen – mental als auch mit dem ganzen Körper. Der tägliche Spaziergang mit meinen beiden Hundedamen gehört zur festen Routine ebenso wie auch das gemeinsame abendliche Gespräch mit der Frage: „Wie war dein Tag, Schatz?“

Was genau tust Du und wie hilfst Du dadurch anderen?

Ich rege Menschen zu der Erkenntnis an, die Welt für sich und andere zu einer besseren zu gestalten. Oder auch: Für diesen, deinen Augenblick:

In einem Moment des Innehaltens sitzt du mir gegenüber. Du schmunzelst, nickst zustimmend. Vielleicht lächelt sogar dein ganzer Körper mit, so groß ist die Freude über die gerade neu gewonnene Erkenntnis. Motivation und Stolz erfüllen den Raum.

Dein Kopf und dein Herz sind im Einklang, die Füße bereit, deinen neuen Weg zu gehen.

Dieser Augenblick ist es, der meinen Beruf als Personal- & Businesscoachin mit einem ganzheitlichen Ansatz für mich ausmacht – egal ob mit Einzelpersonen im privaten Kontext, Führungskräften oder Teams.

Ich könnte auch sagen: Ich gehe meiner größten Neigung nach, dem echten Interesse an Menschen und dem erfüllenden Gefühl, sie auf dem Weg der Veränderung zu begleiten und zu unterstützen.

Ich stehe für klare Kommunikation und ebensolche Strukturen. Ich mische gerne auch eine Portion Leichtigkeit und Humor in meine Arbeit, denn ihre Anliegen sind für „meine Menschen“, wie ich sie liebevoll nenne, meist schon schwierig genug.

Ich freue mich aufrichtig, wenn sie mit ihrer neu gewonnenen Erkenntnis glücklich und zufrieden nach Hause oder ins Büro zurückgehen. Und ebenso trage ich es ein Stück weit mit, wenn es nach einer Coaching-Sitzung noch keine andere, gute Perspektive gibt.

Denn eine Veränderung kann manchmal auch ein längerer Prozess sein.

Wie und weshalb bist Du zu dieser Berufung gekommen?

Nadine Pötz: Der Morgen, an dem ich für mich klar erkannte: Für diesen Beruf, ich agierte als strategische Marketingberaterin für national und international tätige Unternehmen in einer Markenagentur, stehe ich nicht mehr auf.

Ich wollte keine Lebenszeit mehr mit, zumindest für mich, sinnloser Arbeit vergeuden. Arbeits- ist auch Lebenszeit – dies vergessen so viele – meiner Erfahrung nach.

Innerlich formuliert, ging ich im Außen in meine Findungsphase und stellte mir unter anderem die Fragen:

  • Was erfüllt mich?
  • Was liegt mir und auch bereits in mir?
  • Wie und mit wem will ich arbeiten und was ergibt für mich einen Sinn?

So übte ich meinen damaligen Beruf, mit veränderter Einstellung und innerer Ruhe, weiterhin aus und begann parallel, mit einem Coach und einer Energetikerin zu arbeiten. Ich hatte das Ziel, mich mental als auch im Einklang mit Herz und Seele auf meinen neuen Weg zu machen.

Denn, ist das eine inkongruent, zieht es die anderen Anteile unweigerlich mit ins Ungleichgewicht. Hier entstand vermutlich auch schon der Ansatz meiner ganzheitlichen Arbeit, den Blick immer auf Körper, Seele und Geist gleichermaßen zu haben.

Und siehe da: Ich traf auf das Studium und begann schon währenddessen, in meinem jetzigen Beruf zu arbeiten.

Fast so, als ob das Universum sagte:

Endlich hat sie begriffen, wie sie ihren Beitrag leisten kann.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, um beruflich erfolgreich zu sein?

Für mich:

Authentizität, Kongruenz, Selbstreflexion für die eigenen Gedanken, Emotionen und das eigene Verhalten sowie das eigene Können.

So formuliere ich beispielsweise klar, mit wem ich nicht arbeiten möchte. Wieso? Fühle ich mich nicht wohl, kann ich nicht das Beste für mein Gegenüber sein – dies ist jedoch mein Ziel.

So liegt der Fokus immer beim anderen, denn da gehört er meines Erachtens ausschließlich hin.

Was siehst du als Weg zu innerem und äußerem Frieden?

Nadine Pötz: Sich selbst, seine Lebensthemen, Schatten und vor allem Bedürfnisse zu (er)kennen und letztere dann auch klar zu formulieren, sind für mich elementare Bestandteile. Bin ich bewusst und kenne ich meine Triggerpunkte,  stelle ich mir viel zielführende Fragen.

Nehmen wir einen Konflikt im Außen, frage ich mich immer zuerst: „Wieso lasse ich mich von dem anderen so auf die Palme bringen? Was spielt sich in meinen Gedanken und Emotionen (im Körper) ab?“ Ich bleibe also immer bei mir und meiner Selbstwirksamkeit.

Sich selbst immer wieder neu zu betrachten, sich selbst anzunehmen, auch wenn es eventuell die eine oder andere Eigenschaft geben mag, die einem weniger gefällt. Diese zu integrieren, anstatt permanent dagegen anzukämpfen.

Unterscheiden zu können, was geprägt ist und somit gehen darf. Darüber hinaus zu wissen, was genau meiner Kernpersönlichkeit entspricht. Was also kann ich verändern und was ist meine Natur? 

Nadine Pötz Businesscoach

Wenn sich dann noch der Blick auf die Fülle anstatt auf den Mangel richtet und Dankbarkeit entsteht, hat ein Mensch große Chancen, seinen inneren und somit äußeren Frieden zu leben.

Welches ist dein Lieblingszitat und weshalb?

„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“ – Götz Werner

Natürlich gibt es Lebensumstände, da kann ich wollen, wie ich will, es wird sich nicht erfüllen lassen. Doch hat der Mensch auch hier wieder die Wahl, ob er dies akzeptiert, in die Bewegung kommt, um einen neuen Weg zu gehen.

Oder er zieht sich in sein Opferverhalten und somit in seinen eigenen Stillstand zurück. Akzeptanz der Umstände hat für mich auch etwas mit dem Willen zu tun.

Nadine Pötz über Erfahrungen und Herausforderungen

Welche Erfahrungen haben dein Leben grundlegend verändert?

Nadine Pötz: Die prägendste Erfahrung war sicherlich der Augenblick der bewussten Wahrnehmung meiner Gedanken und der daraus resultierenden Emotionen, die meinen beruflichen Weg betrafen.

Der damalige Blick in den Spiegel, in dem ich mich zwar sah, jedoch nicht erkannte. Ebenso die Emotionen, die ich spürte, als ich den Studiengang vor mir liegen hatte und mein Kopf sowie mein Herz gleichermaßen riefen: „Genau das ist es.“ Und so abgedroschen es sich nun auch lesen mag:

„Ich habe meine Berufung und Erfüllung gefunden.“

Worin liegt deiner Meinung nach, die größte Herausforderung in der heutigen Zeit?

Da ich Zitate sehr mag, möchte ich deine Frage gerne mit Emerson beantworten. Zudem denke ich, dass dies eine dauerhafte Herausforderung eines Menschen sein kann, egal in welcher Zeit.

Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft.

– Ralph Waldo Emerson

An welchem Punkt im Leben kommen die Menschen zu dir und mit welchen Problemen?

Nadine Pötz: Wenn der Mensch nicht mehr ignorieren kann, dass „irgendetwas“ kneift – er sich im Kreis dreht. Mit seinen Gedanken, dem Job, der Beziehung, mit sich selbst.

Es zunehmend innere als auch äußere Konflikte gibt. Er die Stimme seines Herzens nicht mehr überhören kann, im schlimmsten Fall durch Krankheit, so sehr der Verstand auch dagegen redet.

Ihm klar wird, dass sich sein Leben nicht mehr stimmig anfühlt.

Ferner kommen immer mehr Menschen als auch Organisationen zu mir, die sich entwickeln möchten, ohne dass ein konkretes Problem vorliegt. Die für sich erkennen, dass sie es selbst in der Hand haben, wie ihr Innerstes und auch das Äußere aussieht.

Die wissen, dass Veränderung bedeutet, auch mal durch den Dreck zu gehen. Die überzeugt sind, dass die Lösung in ihnen und niemals beim anderen liegt. Die den Sinn des Lebens finden möchten, das große Ganze erkennen und doch mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.

Die davon überzeugt sind, dass Selbstreflexion und Bewusstseinsschaffung ein Prozess ist, der ein Leben lang anhält.

Besonders im letzten Jahr kamen immer mehr Frauen zwischen 40 und 60 Jahren zu mir, die diese Zeit als Möglichkeit der Selbstreflexion nutzten.

Hin zu > „ich kreiere meine Zukunft“ und baue nicht weiter auf das „Ursache = Wirkungsprinzip“. Es bringt mir eine unfassbar große Freude, mit diesen Menschen gemeinsam arbeiten zu dürfen, damit sie ihre Scheiben von innen putzen.

Anstatt darauf zu warten, dass jemand von außen den Glasreiniger aufsprüht, um dann festzustellen, dass deswegen immer noch keine klare Sicht herrscht.

Kannst du uns ein paar Tipps geben, wie wir Körper, Geist und Seele in Einklang bringen?

Sich seiner bewusst zu sein. Denn die Wege, um alle Ebenen in Einklang zu bringen, sind so unterschiedlich wie der Mensch individuell ist. So gibt es für mich nicht DEN Tipp oder DAS Sachbuch oder DIE Meditation oder Atemübung.

Sei dir deiner bewusst, dann weißt du selbst am besten, was für dich gut ist – nachhaltig.

Du hast sicherlich Methoden, die du einsetzt, wenn du dich schlecht fühlst. Was tust du, wenn dein Energielevel nicht auf dem höchsten Stand ist? Wie bekommst du bessere Laune?

Nadine Pötz: Ich gehe der Antwort zunächst auf den Grund, wieso es mir schlecht geht. Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf, welche Emotionen lösen diese aus und enden dann im körperlichen Unwohlsein.

Habe ich zu viele Energiefresser um mich herum und sorge ich zu wenig für mich? Diese Klarheit bringt schon wieder viel Energie zu mir zurück. Gerne auch in Meditationen.

Neben der mentalen Bewegung bringen die Spaziergänge mit meinen Hundedamen über den Feldweg oder auch das laute Aufdrehen meiner Lieblingsmusik und Mitsingen im Auto die Stimmung wieder nach oben. Gutes Essen, Gespräche mit der besten Freundin inklusive schallendem Gelächter lassen meine Laune recht schnell wieder auf ein Wohlfühlmaß ansteigen.

Nadine Pötz Spiritualität

Was ist dein Lieblingsort, um abzutauchen?

Tatsächlich liegt mein Lieblingsort bzw. mein Kraftort in mir selbst, den ich durch Meditation immer wieder aufsuche, um abzutauchen.

Mit welchen Themen sollten sich die Leser derzeit befassen, um sich persönlich weiterzuentwickeln?

Ich bin davon überzeugt, sich grundlegend, offen und interessiert mit sich selbst auseinanderzusetzen, der Grundstock einer dauerhaften Weiterentwicklung ist.

Egal, ob du 25 oder 45 Jahre alt bist. Kennst du deine eigenen Themen, weißt du auch die Wege, die dich weiterbringen – je nachdem, wo du in diesem Moment gerne hinmöchtest.

Was bedeute für dich Spiritualität und Bewusstseinserweiterung?

Das große Ganze, als auch mich zu erkennen. Mir meiner immer mehr bewusst zu werden. Kopf, Herz und Seele im Einklang. Innen wie auch im Außen. Vertrauen in das Leben und in mich zu haben.

Es geht nicht um die Hoffnung, dass alles gut wird. Es geht darum zu vertrauen, dass es einen Sinn hat – mag es noch so schwer zu greifen sein.

Was tust du für deine persönliche Entwicklung?

Nadine Pötz: Neben Weiterbildungen, aktuell mit den Erkenntnissen von Dr. Joe Dispenza, reflektiere ich mich regelmäßig mit einer Energetikerin, die mich von Beginn an in meiner persönlichen als auch beruflichen Entwicklung begleitete – und die auch schon für zahlreiche meiner Klientinnen eine tolle Erkenntnisbringerin gewesen ist.

Zudem stelle ich mir regelmäßig die Fragen: „Lebe ich nach meinem Wertesystem, bin ich bei mir, was sind meine Themen, wo darf ich genauer hinschauen? Was darf gehen, damit Neues kommen kann?“

Letztendlich sind es ähnliche Fragestellungen und Methoden, die ich meinen Klientinnen gerne als Gedanken mit auf ihren Weg gebe. Denn eines verbindet uns alle miteinander: das Menschsein.

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