Porträt

Rudolf Steiner – Leben, Schule & Zitate

Der Name Rudolf Steiner ist fest mit der Gründung der Waldorfschulen verbunden. Der Publizist, Vortragsredner und Esoteriker aus Österreich hat damit eine völlig neue Möglichkeit der Schulbildung gefunden, die besonders in der heutigen Zeit sehr gefragt ist.

Abseits der traditionellen Wege werden in den Waldorfschulen ein Schulbild und eine generelle Bildung geprägt, die frei von festen Formen und Regeln ist. Als Basis dafür gilt sein großes Interesse an esoterischen Themen und sein Ansatz bei der Betrachtung vieler weltlicher Belange.

Rudolf Steiner, der Anthroposoph und Gründer der Waldorfschule

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Rudolf Steiner Vita

Rudolf Joseph Lorenz Steiner wurde im heutigen Kroatien am 27. Februar 1861 geboren. Gestorben ist er in der Schweiz und 30. März 1925. Als österreichischer Vortragsredner, Publizist und Esoteriker ist er der Begründer der Anthroposophie.

Es handelt sich hierbei um eine spirituelle Weltanschauung, die hauptsächlich auf hellseherischen Einblicken basiert. Aufgrund dieser spirituellen Weltanschauung hat Steiner eine ganz eigene Lehre und verschiedene Konzepte für das gesellschaftliche Leben entwickelt.

Dazu gehören neben der Waldorfpädagogik auch die Eurythmie, die Christengemeinschaft, die biologisch-dynamische Landwirtschaft sowie die anthroposophische Architektur und Medizin.

Steiner stammte aus sehr einfachen Verhältnissen. Sein Vater war Bahnbeamter und seine Mutter arbeitete ebenfalls bei der Bahn. Zwei weitere jüngere Geschwister haben die Familie ergänzt.

Es gibt im menschlichen Leben nichts anderes Zitat Rudolf Steiner

Getauft wurde Steiner katholisch. Er gab an, schon als Kind erste Kontakte mit der Hellsichtigkeit gehabt zu haben. So hat er im Alter von sieben Jahren seine Tante in einer Vision gesehen, wie sie nahezu zeitgleich an einem fernen Ort Selbstmord beging.

Da er seine Visionen und inneren Erfahrungen nicht mit anderen teilen wollte und konnte, zog er sich in vielen Fällen zurück und vertiefte sein Wissen rund um die Esoterik immer weiter.

Hinzu kam, dass Rudolf Steiner in den ersten Jahren seiner Schulbildung an einer Dorfschule unterrichtet wurde und dort generationsübergreifenden Unterricht erhielt. Grund dafür war schlichtweg, dass die Schulen zur damaligen Zeit in den ländlichen Gebieten nicht so viele Schüler hatten, um jede Klasse einzeln zu unterrichten.

„Ein Mensch, der heute von dem Ideal von Rassen und Nationen und Stammeszusammengehörigkeiten spricht, der spricht von Niedergangsimpulsen der Menschheit.“ — Rudolf Steiner

Nach seinem Schulabschluss studierte er an der Technischen Hochschule in Wien die Fächer Mathematik und Naturwissenschaften. Ziel war es für ihn, als Lehrer an einer Realschule zu arbeiten.

Doch nach seinem Studium war er hauptsächlich als Goetheforscher, Schriftsteller, Literaturkritiker und Philosoph tätig. Erst später gründete er die Anthroposophie, zeichnete sich als Künstler und Sozialreformer weltweit aus und betätigte sich als Schulbegründer.

Sein Leben war hauptsächlich von innerer Dynamik und großer Schaffenskraft geprägt. Er arbeitete immer sehr intensiv an seinen Plänen und Zielen, um in seinen Augen eine neue Weltanschauung zu schaffen. Eine Weltanschauung, in der der Zusammenhang von Kosmos und Mensch wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt wird.

Besonders seine Vorträge, Schriften und Briefe sind in vielen Büchern veröffentlicht worden. Interessant sind diese sicherlich nur nicht nur für jene, die sich mit der Waldorfpädagogik und dem Thema Esoterik beschäftigen, sondern auch für Interessierte, die sich gerne inspirieren lassen und neue Schaffenskraft suchen.

Rudolf Steiner Bücher

Nicht nur Rudolf Steiner selbst war ein fleißiger Schriftsteller, der viele Bücher und Schriften durch seine permanente Arbeit auf den Weg gebracht hat. Auch nach seinem Tod werden seine Werke zusammengetragen und in immer neuen Büchern veröffentlicht. Drei Beispiele sollen dafür exemplarisch vorgestellt werden:

  1. Der anthroposophische Seelenkalender

Der anthroposophische Seelenkalender bietet 52 verschiedene Wochensprüche, die es erlauben, in unserem hektischen privaten wir auch geschäftlichen Alltag zumindest einmal pro Woche kurz zur Ruhe zu kommen.

Die Wochensprüche sind im Seelenkalender durchnummeriert. Wobei zu berücksichtigen ist, dass dieser Kalender nicht am 1. Januar beginnt, sondern immer an Ostern. Der Kalender verbindet ein Osterfest mit dem Osterfest des nächsten Jahres.

Inhalt eines jeden Spruches ist das Verhältnis der Seele zu Natur. Dieses Verständnis verändert sich mit den Jahreszeiten genau so, wie sich die Natur mit den Jahreszeiten verändert.

Wer sich die Mühe macht und diese Sprüche nicht nur liest, sondern auch verinnerlicht, wird ein besonderes Erlebnis damit haben. Denn die Sprüche bieten nicht nur Ruhe und Ausgeglichenheit, sondern regen durchaus auch zum Nachdenken an.

  1. Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?

Hierbei handelt es sich um das Gesamtwerk von Rudolf Steiner, dass zusammengetragen wurde und als Taschenbuch zur Verfügung steht. Steiner beschreibt hier Schritt für Schritt, wie der Zugang zur spirituellen Welt möglich ist.

 Nicht nur für all jene interessant, die sich der Esoterik widmen wollen. Denn Steiner gibt auch einen Einblick in sein Seelenleben, dass geprägt von unterschiedlichen Schaffensphasen ist.

  1. Gesunde Ernährung: Allgemein verständlich und herzhaft dargestellt

Auch wenn Steiner schon seit Jahrzehnten tot ist, so ist seine Sicht auf die gesunde Ernährung durchaus interessant. Denn schon zur damaligen zeit war die gesunde Ernährung wichtig.

Allerdings abseits der heute gängigen Empfehlungen rund um Superfood und Kalorien zählen. Die einfache Küche für den Arbeiter hat es Steiner angetan. Denn das war sein Publikum zur damaligen Zeit.

Rudolf Steiner Schulen

Rudolf Steiner steht wie kaum ein anderer für eine alternative Schulbildung. Waldorfschulen, die nicht nur im deutschsprachigen Raum ein großer Begriff sind, stehen für einen besonderen Unterricht.

Waldorfschule-waldorfunterricht-natur-alternativ-rudolf Steiner

Denn dort wird in Epochen unterrichtet, sodass die Konzentration auf ein Fach oder ein spezielles Thema über mehrere Wochen hochgehalten wird. Die Schüler wechseln nicht täglich zwischen unterschiedlichen Fächern hin und her, sondern arbeiten an einem Thema, dass innerhalb der Epoche komplett abgearbeitet wird.

Dafür werden in der Waldorfschule sogenannte Epochenhefte zum Einsatz gebracht, die das jeweilige Thema aufgreifen und diese besondere Arbeit ermöglichen.

Es wird sehr viel Wert auf persönliche Entfaltung gelegt

Außerdem wird in den Waldorfschulen sehr viel Wert auf persönliche Entfaltung gelegt. In den ersten Jahren gibt es keine Noten und die Kinder können auch nicht sitzenbleiben. Dafür besteht eine 13-jährige Schulpflicht.

Egal welcher Abschluss am Ende erreicht wird. Die Kinder arbeiten viel in und mit der Natur, singen, tanzen, basteln und arbeiten handwerklich. Der soziale Kontakt innerhalb der Gruppen wird auch nach außen getragen.

kinder natur spielen Waldorfschule Rudolf Steiner

Waldorfschulen sind ein Ort der Individualität und gleichzeitig ein Ort, an dem jedes Kind so wahrgenommen wird, wie es tatsächlich ist. Die Persönlichkeit der Kinder wird dort gefördert.

Waldorfschulen sind ein Ort der Individualität

Da es sich bei Waldorfschulen um eine alternative Schulbildung handelt, muss ein Schulgeld entrichtet werden. Zudem haben die Schulen die Möglichkeit, über ein Bewerberverfahren die entsprechenden Schüler auszuwählen.

Als Elternteil muss man sich bewusst sein, dass eine Waldorfschule nicht nur Kinder betreut, sondern auch von den Eltern eine Mitarbeit erwartet wird. Es besteht ein sehr enger Kontakt zwischen Schule und Elternhaus, der dafür sorgt, dass diese gute Arbeit mit den Kindern letztendlich auch gelingen kann.

Waldorfschule Eltern Kinder zusammen Rudolf Steiner Gründer

Viele Prominente haben auf Waldorfschulen gelernt. Dazu gehören unter anderem:

  • Sarah Wiener
  • Barbara Becker
  • Ferdinand Porsche
  • Jennifer Aniston
  • Marie Bäumer
  • Cosma Shiva Hagen
  • Boris Palmer
  • Heiner Lauterbach
  • Martin Semmelrogge
  • Kai Wiesinger
  • Michael Ende
  • Wotan Wilke Möhring
  • Karoline Herfurth

Wer einen ersten Einblick in die schulischen Methoden der Waldorfschulen haben möchte, kann sich gerne unter dem angegebenen Link einen ersten Eindruck verschaffen.

-Waldorfbund Österreich-
-Waldorfverbund Deutschland-

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