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Welche Tabus gibt es in einer Partnerschaft? Sollten Tabus nicht eigentlich Tabu sein?

Eine Frage die ich mir des öfteren stelle, was darf mein Partner von mir sehen oder was nicht. Wir alle kennen entweder dieses Schamgefühl selbst, oder erleben es immer wieder mal in unserem Freundes oder Bekanntenkreis.

Darf ich vor meinem Partner Furzen, soll man sich das Badezimmer zur gleichen Zeit teilen? Zähneputzen zur gleichen Zeit ? Gemeinsam Duschen gehen … ect.

Ich lese selbst auf Facebook immer wieder spannende Beiträge zum Thema „zusammen Wohnen“ und manchmal erwische ich mich sogar dabei,

 

wie es selbst mir als spirituelles erwachtes Wesen nicht immer einfach fällt, andere in ihrer Denkweise zu verstehen. Ich lese mir oft den Text 2 oder 3 mal durch um dann zu reflektieren.

Meistens bespreche ich es noch kurz mit meinem Partner was er darüber denkt. Und dieser Blogeintrag soll euch dabei helfen, eure Denkweisen zu erweitern, und das ganze aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Geht ihr immer zu zweit ins Badezimmer?“

Das Aushängeschild war die Frage zu einem Doppelwaschbecken, und einige Kommentare haben mich dazu inspiriert diesen Blogartikel zu schreiben. Ich fand einen Kommentar den ich unbedingt beantworten wollte, und tat dieses auch.

Nachdem ein User schrieb, es gehöre nur eine Person ins Badezimmer spürte ich sofort das Schamgefühl der anderen Person. Darauf Antwortete ich wie folgt :

Warum gehört nur eine Person im gemeinsamen Haushalt ins Badezimmer? In einer gut funktionierenden Partnerschaft, wo man offen über alle Themen spricht, und frei von Schamgefühlen ist, ist das etwas ganz normales. Man sollte keine Hemmungen vor seinem Partner haben müssen.Wenn dem so wäre, dann würden bei mir die Alarmglocken läuten“ Wobei wenn wir unser WC Geschäft erledigen, das teilen wir auch nicht, aber ich lasse oftmals die Türe offen, einfach aus der Gewohnheit heraus. Bin ich deswegen Krank? Weil ich meinem Partner gegenüber kein Schamgefühl empfinde? Bin ich Normal oder Abnormal?

Abschließend erwähnte ich auch, es sei bloß meine Sicht und Denkweise, und jeder darf so sein wie er möchte. Ich erntete zwar nur kleine negative Kommentare, aber es brachte mich auch dazu, darüber nachzudenken, warum denken andere Menschen so?

Dabei fiel mir dann ein, früher als ich selbst mit mir große Probleme hatte, wenn ich gemerkt hatte, ich war aus irgendeinem Grund gehemmt, dann reagierte ich genau so.

Ich ging sofort auf Angriff, und schrie laut heraus, wie wichtig es sei für sich alleine sein zu können, und wie wichtig es sei Geheimnisse vor meinem Partner zu haben.

Ja, es ist wichtig Zeit für sich zu haben und sich diese bewusst zu nehmen. Dennoch sollte in einer ehrlichen positiven und frei von Scham geführten Beziehung, kein Tabu entstehen.

Im Gegenteil, ich finde es sogar sehr wichtig darüber zu reden, denn oft ist es so, das man innerhalb dieses Gespräches schnell merkt, woher diese Denkweise kommt.

Ein Tabu beruht auf einem stillschweigend praktizierten gesellschaftlichen Regelwerk bzw. einer kulturell überformten Übereinkunft, die bestimmte Verhaltensweisen auf elementare Weise gebietet oder verbietet. (aus Wikipedia)

Es stammt aus dem polynesischem Raum, und war früher in der Kultur der Maori oder Tonga, als etwas Unantastbares, Unverletzliches, Geheiligtes .

Darauf bezog man sich auf heilige Tempel oder verschiedene Orte, oft auch durfte man bestimmte Wörter auf Grund ihres Glaubens nicht aussprechen.

Erst zu beginn des 20. Jahrhunderts hat man quasi eine „Tabu Gesellschaft“ eingeleitet, um den Menschen zu sagen, dass darfst du und dass nicht“

Es gibt Menschen die es für wichtig empfinden „Tabus“ in deren Partnerschaften zu haben, und andere wiederum meinen „sei so wie du bist“ .

Dabei ist es meiner Meinung nach wieder nur eine Form von „ komm mir nicht zu nahe Regeln aufstellen „ . Regeln sind wichtig, wenn Sie einen positiven Nutzen auf sich selbst und seinem gegenüber haben.

Natürlich gibt es dann wiederum die Sorte Menschen die ihre Vorlieben haben, welche für viele andere nicht zu verstehen sind.

gesunde Beziehung

Doch es geht hier auch nicht um Vorlieben, sondern darum, dass es absolut kein Schamgefühl in einer Beziehung zu seinem Partner geben sollte.

Und wenn dem doch so ist, dann liegt es an einem Selbst heraus zu finden warum dass so ist, und wie ich dieses Schamgefühl auflösen kann.

 

 

Autorin : Sandra Novakovic

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