Eine Laterne basteln einfach ist die Pappteller-Laterne. Zwei Pappteller, Transparentpapier, Kleber und ein LED-Licht reichen, und nach etwa 20 bis 30 Minuten leuchtet sie. Wer eine klassische Rundlaterne möchte, nimmt eine Käseschachtel. Wer Regen einplanen muss, baut aus einer PET-Flasche oder einem Milchkarton.
Alle drei Varianten kommen ohne Holzgerüst und ohne Bastelset aus.
Welche Laterne passt zu wem?
| Laterne | Aufwand | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Pappteller-Laterne | 20–30 Min. | Sehr stabil, schnell zu Tieren umbaubar | Flache Form, kein klassischer Laternen-Look |
| Käseschachtel-Rundlaterne | 30–45 Min. | Echte Laternenform | Braucht etwas mehr Geduld beim Verkleben |
| PET-Flasche / Milchkarton | ca. 30 Min. | Hält Nieselregen aus | Schneiden erfordert eine erwachsene Hand |
Für Kleinkinder ist der Pappteller am besten. Grundschulkinder schaffen die Käseschachtel meist mit etwas Hilfe. Die Upcycling-Variante ist gut für Erwachsene und größere Kinder, die gemeinsam basteln.
Laterne basteln einfach aus Papptellern: der Klassiker für Kleinkinder

Du brauchst: zwei Pappteller (gleiche Größe), Transparent- oder Seidenpapier, Bastelkleber oder Kleister, Schere oder Cutter, Büroklammern oder Heftklammern, einen Laternenstab und ein LED-Licht.
- Fenster ausschneiden. Schneide in beide Teller je ein Fenster in die Mitte. Der Rand bleibt stehen, denn er sorgt für die Stabilität.
- Papier hinterkleben. Klebe das Transparentpapier von hinten über die Fenster.
- Teller verbinden. Lege die Teller mit den bunten Seiten nach außen aufeinander. Verklebe oder klammere sie am Rand, oben bleibt eine Öffnung für das Licht.
- Tier daraus machen. Mit Papp-Elementen wird der Teller zur Eule, Sonne oder Fledermaus. Ohrenpaar, Schnabel oder Flügel aus Restpappe genügen.
- Bügel anbringen. Locher zwei Löcher oben in den Rand, dann Draht oder Schnur durchziehen und am Stab einhängen.
Die Laterne geht so schnell nicht kaputt. Das ist bei Kleinkindern ein echter Vorteil, weil sie beim Laternenumzug gern mal fallen.
Die Käseschachtel-Rundlaterne: der bewährte Standard
Boden und Rand einer runden Käseschachtel dienen als Deckel und Boden. Dazwischen kommt ein zylindrisch gerollter Streifen aus bemaltem oder beklebtem Transparentpapier. So entsteht die typische Laternenform, ohne dass du ein Gerüst bauen musst. Rechne mit 30 bis 45 Minuten.
Ablauf:
- Schneide bei Deckel und Boden die Mitte aus, sodass nur ein Ring bleibt.
- Bemale oder bekleistere einen Streifen Transparentpapier, der einmal um den Ring passt. Lass ihn flach auf dem Tisch trocknen.
- Rolle den Streifen zum Zylinder und klebe ihn zwischen die beiden Ringe.
- Befestige oben den Bügel und stelle unten ein LED-Licht hinein.
Upcycling: PET-Flasche oder Milchkarton
Diese Variante ist wetterfest. Eine große Plastikflasche wird oben aufgeschnitten. Beim Milchkarton (Tetra Pak) schneidest du Fenster in die Seiten. Die Oberfläche gestaltest du mit Transparentpapier, Acrylmarkern oder Washi-Tape. Die Laterne hält auch Nieselregen problemlos stand und passt außerdem zum Thema Sustainable Living und Zero Waste, weil sie aus Verpackungsmüll entsteht.
Wie kann ich eine Wasserlaterne selber bauen?

Meist ist damit eine schwimmende Laterne gemeint, die auf einer Wasserfläche treibt. Der Bau ist einfach, aber nicht jede Bastelei schwimmt. Eine Wasserlaterne braucht eine schwimmfähige Basis und einen Aufbau, der nass werden darf.
Material: Milchkarton oder PET-Flasche als Schwimmkörper, wasserfeste Farbe oder Acrylstifte, Leuchtfolie, ein wasserdichtes LED-Licht.
So gehst du vor:
- Basis wählen. Ein leerer, verschlossener Milchkarton oder eine verschlossene PET-Flasche mit Luft im Inneren schwimmt zuverlässig. Schneide das obere Drittel so auf, dass eine offene Wanne bleibt.
- Fenster gestalten. Schneide Fenster in die Seitenwände und klebe wasserfeste Leuchtfolie dahinter. Normale Wasserfarbe verläuft sofort, deshalb arbeite mit Acrylstiften oder fixiere Farbflächen mit Haarspray.
- Licht einsetzen. Nimm ausschließlich ein wasserdichtes LED-Licht, keine Kerze. Schwimmende Kerzen in Papierhüllen sind ein Brandrisiko.
- Probeschwimmen. Teste die Laterne zuerst in der Badewanne oder einer großen Schüssel. Kippt sie, beschwere sie unten mit einem Kieselstein. Legst du sie flacher an, wird sie stabiler.
Sicherheitshinweis: Lass Kinder nur unter Aufsicht und nur in flachem Wasser damit spielen. Hole die Laterne danach wieder heraus, damit kein Müll im Gewässer bleibt.
Wie viele Schichten braucht ein Laternen-Luftballon aus Pappmaché?
Hier gibt es keine feste Zahl. Sie hängt davon ab, wie lichtdurchlässig die Laterne werden soll. Als Richtwert gelten:
- 3 bis 4 Schichten Seidenpapier oder Transparentpapier mit Kleister. Die Laterne bleibt lichtdurchlässig, wirkt aber noch etwas zart.
- 4 bis 5 Schichten Zeitungs- oder Papierstreifen. Die Hülle wird stabil, lässt aber weniger Licht durch. Schneide dann Fenster hinein oder überklebe diese später mit Transparentpapier.
So gehst du vor: Blase einen Luftballon auf und verstreiche Kleister auf den Papierstreifen. Klebe eine Schicht, lass sie antrocknen und trage dann die nächste auf. Die Schichten sollten sich überlappen und gleichmäßig verteilt sein. Halte oben eine Öffnung frei, damit du den Ballon später herausziehen und das Licht einsetzen kannst.
Vor dem Bemalen muss alles komplett durchtrocknen, das dauert oft mehr als einen Tag. Für den Heißluftballon-Look bemalst du die Hülle bunt und hängst unten einen kleinen Korb aus Karton an.
Nutze auch hier nur LED-Licht. Papiermaché ist brennbar, und eine Kerze im Inneren ist keine Option.
Tricks, die Eltern und Bastler empfehlen
Immer flach arbeiten. Bemale oder beklebe Transparentpapier zuerst flach auf dem Tisch. Erst nach dem Trocknen biegst du es in Form oder klebst es an Schachtel oder Pappteller. Auf Rundungen verrutschen Kleber und Schnipsel sofort.
LED statt Kerze. Echte Kerzen sind beim Basteln mit Kindern kaum noch üblich. Der Trend geht zu LED-Laternenstäben oder selbstklebenden LED-Spots, den sogenannten Puck-Lichtern, die du einfach in den Boden klebst.
Wetterfest machen. Normale Wasserfarbe verläuft bei Regen sofort. Fixiere Farbflächen mit Haarspray oder arbeite auf wasserfester Laternenfolie beziehungsweise Leuchtfolie mit Acrylstiften.
Den Bügel verstärken. Damit der Aufhängedraht nicht am Papierrand ausreißt, verstärke den Rand von innen mit Washi-Tape oder einem Streifen Paketband. Erst danach lochen oder tackern.
Weitere Ideen, wenn die Grundform sitzt
Wer die Techniken einmal beherrscht, kann sie variieren. Beliebt sind Einhorn-Laternen, Eichhörnchen, Friedenstauben und Hubschrauber. Vorlagen zum Ausdrucken sparen dir das Zeichnen. Auch Laternenrohlinge und Bastelsets aus dem Handel eignen sich, wenn es schnell gehen muss. Die Waldorf-Laterne setzt auf mehrlagiges Transparentpapier mit weichen Farbverläufen. Sie gelingt mit Kleister und viel Geduld.
Häufige Fragen zu Laterne basteln einfach
Wie lange dauert eine einfache Laterne? Die Pappteller-Laterne schaffst du in 20 bis 30 Minuten, die Käseschachtel in 30 bis 45 Minuten. Pappmaché-Varianten brauchen wegen der Trocknungszeit mehrere Tage.
Welches Papier eignet sich am besten? Transparent- oder Seidenpapier. Es lässt das Licht durch und lässt sich flach bekleben.
Ist eine Kerze in der Laterne erlaubt? Beim Basteln mit Kindern rät alles zu LED. Papier, Pappe und Pappmaché sind brennbar.





