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Schlechte Angewohnheit – Gefahr einer toxischen Beziehung

Was ist eine schlechte Angewohnheit in der Beziehung, die du lieber schnell loswerden solltest? Desto schneller du diese ablegest, desto weniger ist die Gefahr für eine toxische Beziehung, die mit der Zeit in eine narzisstische Beziehung enden kann. 

Heimliche Liebestöter: Diese 10 Angewohnheiten sind zum Abgewöhnen

Deine Beziehung kann noch so gut sein: Früher oder später schleichen sich auch bei Dir und Deinem Partner schlechte Angewohnheiten ein. Diese Tatsache kannst Du kaum verhindern. Verhindern kannst Du jedoch, dass sich solche schlechten Angewohnheiten in Deiner Beziehung etablieren.

Erkennst Du und Dein Partner die Fehler frühzeitig, könnt ihr dieser Liebesfalle entkommen. Doch was sind eigentlich die zehn typischen schlechten Angewohnheit, die zu einer Flaute in der Beziehung oder noch schlimmer zu einer Toxischen Beziehung führen können?

Schlechte Angewohnheit Nummer 1: Gegenseitiges Aufwiegen der Fehler

Verletzungen bleiben in einer Beziehung ebenso wenig aus wie Fehler. Wichtig ist, dass sie miteinander besprochen, gelöst und vergeben werden. Ist dies geschehen, sollte man sie nicht bei nächster Gelegenheit wieder aus der Schublade der Vorwürfe hervorkramen.

Alles andere ist fies und wird einen verhängnisvollen Kreislauf aus gegenseitigen Schuldvorwürfen heraufbeschwören. Ebenso solltest Du auf Pauschalierungen („Du machst immer …“) verzichten. Wenn Du etwas kritisieren möchtest, dann sei sachlich und konkret („Ich fand es nicht schön, dass du gestern …“).

Schlechte Angewohnheit Nummer 2: Sticheleien

Ehrlichkeit ist in einer Beziehung das A und O und für die meisten Deutschen eine der wichtigsten Eigenschaften in einer Partnerschaft überhaupt. Leider ist Ehrlichkeit gleichzeitig nicht immer das Einfachste, denn die Wahrheit kann schmerzen.

Fiese Zweideutigkeiten oder Sticheleien haben mit konstruktiver Ehrlichkeit nicht viel zu tun; sie tun dem Gegenüber einfach nur weh. Möchtest Du Deinem Partner etwas mitteilen, dann sprich direkt die Wahrheit an, anstatt sie in Sticheleien und sarkastischen Aussagen zu verstecken.

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Schlechte Angewohnheit Nummer 3: Die Beziehung in Frage stellen

Manchmal läuft es einfach nicht rund – so gut die Beziehung bis dahin auch gewesen sein mag. Dies kann verschiedene Ursachen haben, beispielsweise die Verschiedenheit beider Persönlichkeiten. Auch äußere Gründe können für Stress in der Beziehung verantwortlich sein – denk in diesem Fall an die „böse Schwiegermutter“ oder beruflichen Stress, der sich auch auf Deine Beziehung auswirkt.

Stellt einer der Partner bereits in einer kleinen Krise die Beziehung infrage, führt dies nicht nur zu Verletzungen beim Gegenüber, sondern ist auch ein gemeines Erpressungsspiel. Aus Angst vor dem Ende der Beziehung geht der Partner vielleicht Kompromisse ein, die er aus freien Stücken eigentlich nicht eingehen wollte.

Schlechte Angewohnheit Nummer 4: Der Partner soll für mein Glück verantwortlich sein

Der Volksmund sagt, dass jeder Mensch seines eigenen Glückes Schmied ist. Dies stimmt auch absolut, denn mein Partner sollte nicht die Verantwortung tragen, für mein Lebensglück und mein Wohlgefühl verantwortlich zu sein. Stattdessen ist es wichtig, dass sich jeder Partner auch um sich selbst und sein Wohlergehen kümmert.

Ein gewisses Maß an Selbstliebe ist in der besten Beziehung unverzichtbar, denn nur mit einer gesunden Dosis Selbstliebe kann ich auch von anderen Menschen geliebt werden.

Zwischenfazit: Hast du die eine oder andere schlechte Angewohnheit in deiner Beziehung entdeckt? Rede offen mit deinem Partner darüber!

Toxische Beziehung

Schlechte Angewohnheit Nummer 5: Aussagen auf die Goldwaage legen

Die menschliche Kommunikation besteht aus vom Sender ver-schlüsselten Nachrichten, die beim Empfänger erst einmal ent-schlüsselt werden müssen. Genau in dieser Tatsache liegt unglaubliches Konfliktpotenzial. Wenn ich die Aussage meines Partners anders interpretiere als er es gemeint hat, führt dies häufig zu Streitereien.

Besser ist es, zunächst einmal sachlich und in Ruhe beim Gegenüber nachzufragen, wie ich seine Aussage tatsächlich zu verstehen habe. Vielleicht hat er es ja völlig anders gemeint, als es bei mir angekommen ist.

Schlechte Angewohnheit Nummer 6: Ständige Nörgeleien

„Immer lässt Du den Klodeckel oben“ oder „Du hast schon wieder vergessen, den Müll runterzubringen.“ Vielleicht kennst Du diese oder ähnliche Aussagen aus eigener Erfahrung. Denk einmal zurück an die Zeit, in der Du frisch verliebt warst. Damals hat Dein Partner sicherlich auch mal vergessen, den Müll runterzubringen oder den Klodeckel herunterzuklappen. Damals hast Du wahrscheinlich einfach darüber hinweg gelächelt.

Warum ist dies dann heute anders und für Dich ein rotes Tuch, wenn Dein Partner gewisse Dinge immer mal wieder vergisst? Dies bedeutet natürlich nicht, dass Du sämtliche Fehltritte schweigend erdulden musst. Für ein gutes Beziehungsklima ist es aber besser, liebevoll mit den Fehlern des Partners umzugehen, anstatt bei jeder Kleinigkeit zu nörgeln.

Schlechte Angewohnheit Nummer 7: Ein durch und durch routiniertes Beziehungsleben

Routinen sind wichtig, keine Frage. Ohne sie müssten wir uns jeden Tag aufs Neue in einer für uns an und für sich bekannten Welt orientieren. Ziemlich zeitaufwendig und nervig, oder? Wenn eine Beziehung aber nur noch aus Routinen besteht, gemäß dem Motto „Das haben wir eben schon immer so gemacht“, dann schläft auch die beste Partnerschaft irgendwann ein – auch sie wird dann ihrerseits zur Routine ohne Highlights.

Altes und gewohntes Terrain in einer Beziehung zu verlassen, kostet Überwindung und Mut, kann aber letztendlich die Partnerschaft stärken, da man durch neue Erfahrungen gemeinsam wachsen und reifen kann.

Schlechte Angewohnheit Nummer 8: Initiativlos sein

Es ist nur allzu leicht, dem Partner den Vorwurf zu machen, dass er sich nicht ausreichend für die Beziehung einsetzen würde. Es ist aber nicht fair, selbst keine Initiative zu zeigen, beispielsweise was gemeinsame Unternehmungen angeht, und diese Verantwortung einzig und allein dem Partner in die Schuhe zu schieben.

Natürlich benötigt es etwas Fantasie und vor allem eigenen Antrieb, selbst die Initiative zu ergreifen; dies ist aber der liebevollere und bessere Weg für die Beziehung, um diese frisch und abwechslungsreich zu halten.

narzisstische Beziehung

Schlechte Angewohnheit Nummer 9: Höflichkeit und Rücksichtnahme vergessen

Am Anfang einer Beziehung gehen beide Partner in der Regel sehr liebevoll und verständnisvoll miteinander um. Wenn die Beziehung etwas in die Jahre gekommen ist, verschwinden hingegen gerne einmal Höflichkeit und Rücksichtnahme.

Der Ton wird immer schroffer. Du solltest Dir in Erinnerung rufen, dass Du mit Deinem Partner zusammen bist, weil Du ihn liebst – und sollten wir nicht mit geliebten Menschen besonders höflich und rücksichtsvoll umgehen?

Schlechte Angewohnheit Nummer 10: Küsschen statt Leidenschaft

Wie uns die Werbung erklärt, gibt man guten Freunden ein Küsschen – guten Freunden eben und nicht dem Partner; für den darf es durchaus auch mal etwas mehr sein.

Wann hast Du Deinen Partner das letzte Mal so richtig leidenschaftlich geküsst?

Erinnerst Du Dich noch an Eure letzte richtig wilde Knutscherei? Eine Beziehung lebt von solchen leidenschaftlichen Momenten. Gib Deinem Partner also bei nächster Gelegenheit einmal wieder einen richtig filmreifen Kuss.

Die Anhäufung und ständige Wiederholung dieser schlechten Angewohnheiten in der Beziehung kann letztendlich in eine narzisstische Beziehung  enden.

toxische beziehung test

Hier ein Toxische Beziehung Selbsttest, der dir die Gefahr aufzeigt:

Toxische Beziehung Test –  12 Fragen:

  1. Ich verberge meine wahren Gefühle von dem Partner? Ja/Nein
  2. Ich traue mich nicht die Wahrheit zu sagen, da ich Angst vor einem Streit habe? Ja/Nein
  3. Ich gebe oft in der Beziehung nach und verzeihe, obwohl er dies nicht tut? Ja/Nein
  4. Ich darf und kann nichts alleine unternehmen? Ja/Nein
  5. Derzeit haben wir keine gemeinsamen Ziele und die Perspektive auf eine glückliche Zukunft? Ja/Nein
  6. Meine Erfolge im Leben und im Beruf kann ich nicht mit ihm teilen? Ja/Nein
  7. Ich schlafe sehr schlecht und kann nicht richtig arbeiten! Ja/Nein
  8. Ich bin in Gedanken obsessiv mit dem Partner beschäftigt! Ja/Nein
  9. Er nutzt meine Schwächen aus und verwendet sie gegen mich? Ja/Nein
  10. Ich bin für alles schuld, was in seinem Leben schief läuft? Ja/Nein
  11. Die Beziehung steht immer wieder auf der Kippe und droht zu scheitern? Ja/Nein
  12. Er teilt mir unterschwellig mit, dass er zu gut für mich ist! Ja/Nein

Toxische Beziehungen bewirken eine emotionale Abhängigkeit

All diese Anzeichen sprechen für eine toxische Beziehung, die über kurz oder lang deine seelische Gesundheit zerstört. Desto länger solch eine toxische Beziehung dauert, desto mehr leidet deine Gesundheit und dein seelischer Zustand darunter!

Spürst du, dass du dich in einer toxischen Beziehung befindest, ist es sehr wichtig, dass du mit jemandem um Rat fragst, dem du vertrauen kannst, vielleicht sogar einen Therapeuten aufsuchst und natürlich das Wichtigste: Offen mit deinem Partner redest um dagegenzuwirken und die Beziehung wieder zu dem zu machen, was es am Anfang war: Ein positiver Ort, der den gegenseitigen Wachstum fördert und die Liebe stärkt um gemeinem schlechte Zeiten wie diese durchzustehen!  

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