Warum Achtsamkeit der einzige Weg in diesem Chaos ist


 

Für diesen Artikel brauchst du etwas Zeit. Ich verspreche dir, die Zeit, die du dir nimmst, wird sich 1000-fach auszahlen! Sollte der Artikel dein Leben nicht bereichern, schreibe mir und ich überlege mir eine Überraschung für dich!

Ich möchte dir heute von meiner Reise erzählen und davon, was sie mit dir zu tun hat. Sie begann vor vielen Jahren und sie ist noch lange nicht zu Ende. Auf dieser Reise fand ich heraus, wer ich wirklich bin und entdeckte gleichzeitig die Welt um mich herum komplett neu! Dieser Weg veränderte alles: Ich wurde glücklicher, selbstsicherer, gelassener und schlussendlich wartete auf diesem Weg meine Erfüllung.

Der Beginn war holprig:

Um meine Geschichte zu verstehen darf ich etwas ausholen. Du wirst gleich merken, warum das wichtig für dich ist. Denn die meisten Menschen scheitern genau an diesem Punkt. Ich beginne von vorne:

Es war ein Montagmorgen, 5.30 Uhr. Ich hatte das Gefühl, ich wäre gerade erst eingeschlafen, als mich der Wecker aus dem Schlaf riss. Mein erster Gedanke: „Welches Krisenmeeting steht heute wieder auf der Agenda?“ Der flüchtige Gedanke reichte bereits aus, meinen Magen zum Stechen zu bringen. Kopfschmerzen, Verspannungen, Übermüdung – daran war ich bereits gewöhnt. Als ich mich aber beim Zähneputzen im Spiegel betrachtete, erkannte ich mich selbst kaum wieder…

Auf dem Höhepunkt meiner noch jungen Karriere, waren meine Batterien völlig leer. Meine Geschichte begann nach einem Studium in Rekordzeit in einer der anspruchsvollsten Sparten der Automobilindustrie. Termindruck, ständige Krisenmeetings, wochenlange Dienstreisen, unzählige To-dos, hundert Pläne, tausend Mails und noch mehr Gedanken in meinem Kopf. Die äußeren Ansprüche waren hoch, der Anspruch an mich selbst war höher. Ich wollte mich beweisen, zeigen, was ich kann.

Die anfängliche Begeisterung wich schon nach wenigen Jahren ermüdender Routine. Wenn ich jetzt an die Zeit zurückdenke, war nicht mehr viel von dem einst lebensfrohen und begeisterten Menschen übrig. Ich funktionierte, viel mehr nicht. Ich hatte Magenschmerzen, Kopfschmerzen, ständige diese innere Unruhe. Dennoch kämpfte ich weiter, ich musste ja noch so viel erledigen, hatte zu viele Verpflichtungen! Und das tat ich auch – so lange, bis es nicht mehr ging.

Nach einer weiteren zweiwöchigen Dienstreise war ich am besagten Montagmorgen nicht mehr in der Lage, zur Arbeit zu gehen. Ich musste mir eingestehen, dass mein Akku völlig erschöpft war. Ich war getrieben von Ängsten und Sorgen, nicht mehr von dem, was mir wirklich wichtig war im Leben. An diesem Tag traf ich eine der wichtigsten Entscheidungen in meinem bisherigen Leben. Ich beschloss, mir eine neue Richtung zu schenken. Mein klares Ziel: Ich würde alles dafür tun, um herauszufinden, was nötig ist, um ein gesundes, zufriedenes, begeistertes und leistungsstarkes Leben führen zu können.

Ich wollte herausfinden, was den Unterschied macht zwischen demjenigen, der unter den Belastungen zur Höchstform aufläuft, und demjenigen, der darunter zusammenbricht. Ich schrieb mich an der Uni ein, studierte Psychologie und las alles, was ich in die Finger bekam. Ich besuchte die besten Seminare und ließ mich zum Trainer und Coach ausbilden. Immer mit dem klaren Fokus herauszufinden, was wir Menschen brauchen, um in dieser Gesellschaft gesund und zufrieden leben zu können.

Warum die meisten Techniken nicht helfen:

Im Psychologiestudium und in den Ausbildungen lernte ich viele Techniken und Konzepte kennen, die keinen bleibenden Effekt hinterließen. Und jeder von uns kennt diesen Moment: Wir haben einen tollen Ratgeber gelesen, ein Seminar besucht oder eine Erkenntnis gewonnen und nach wenigen Wochen hat uns der Alltag wieder eingeholt und unser Leben sieht fast genauso aus wie zuvor.

Woran liegt das?

Die Antwort ist einfach: Die meisten Techniken und Konzepte betreffen die Ebene des Denkens. Die gleiche Ebene, wo sie auch entstanden sind! Albert Einstein hat schon so passend erkannt:

„Probleme kann man niemals mit derselben Ebene lösen, auf der sie entstanden sind.“

Hinter dem Denken

Vielleicht fragst du dich jetzt, welche Ebene gibt es denn noch außer dem Denken? Es ist einfach: Jeder Mensch besitzt eine beobachtende Instanz in sich, die das eigene Denken beobachten kann. Eine Art beobachtendes Bewusstsein. Dadurch kannst du dich selbst distanziert betrachten ohne in die alten Verhaltensmuster zu fallen. Diese Fähigkeit des bewertungsfreien Beobachtens nennt man Achtsamkeit.

Der Schlüssel: Achtsamkeit

Dabei scheint jeder schon einmal etwas von Achtsamkeit gehört zu haben. Gute Gründe, es zu probieren gibt es viele. Mittlerweile gibt es viele hundert Studien, die die positiven Auswirkungen einer bewussten und achtsamen Haltung im Alltag zeigen … Die Liste ist lang:

Wir lernen selbstbestimmter zu handeln,

• selbstbewusster zu leben,

• Bleiben in psychisch-emotional anspruchsvollen Situationen gelassener,

• Sind geduldiger mit uns selbst und der Welt,

• Entwickeln mehr Verständnis für das Eigene Leben,

• Lernen, unseren Geist zu beruhigen und zu stabilisieren,

• Entwickeln ein Vertrauen in Körper und Geist,

• sind erfolgreicher und selbstsicherer in unserem Handeln.

Als ich selbst vor Jahren das Thema Achtsamkeit zum ersten Mal hörte, habe ich genau so eine Liste gelesen. Viele Qualitäten, die ich auch in mein Leben bringen wollte. Es schien mir das fehlende Puzzelstück auf meinem Weg zu einem selbstbestimmten, bewussten und erfüllten Leben zu sein. Also machte ich mich auf den Weg, herauszufinden, was wirklich hinter dieser Achtsamkeit steckt. Damals ahnte ich noch nicht, dass diese Form der Achtsamkeit mein komplettes Leben verändern würde und eine Tiefe erreicht, die ich mir nie erträumt hätte!

Was ist Achtsamkeit?

Dabei ist Achtsamkeit schnell erklären: Es ist eine offene, neugierige und akzeptierende Haltung gegenüber dem jetzigen Moment. Dabei nehmen wir bewusst wahr, was gerade im eigenen Körper und um uns herum passiert, ohne es zu bewerten. Dazu gehören Gedanken, Erinnerungen, Gefühle, körperliche Reaktionen und äußere Vorgänge. Klingt ziemlich einfach. Ich brauche eigentlich nur das wahrnehmen, was gerade ist…

Was mich gleich zu ersten wichtigen Erkenntnis führt: Einfach ist nicht immer leicht. Ich dachte: „Einfach präsent sein im jetzigen Moment – nichts leichter als das“. Doch wenn wir einmal dem Moment Bewusstsein schenken, erkennen wir schnell, dass unser Geist ständig am Denken ist. Entweder bewertet er die Dinge, die er gerade sieht, denkt an kommende Ereignisse oder an die Vergangenheit.

Diese spannende Eigenschaft unseres Geistes ist bereits seit Jahrtausenden bekannt. In hinduistischen Religionen wird es als Maya bezeichnet. Im Buddhismus als Dukkha und in der modernen Psychologie heißt es geistige Entropie – der Zwang unseres Verstandes, ständig denken zu müssen.

Nachdenken macht uns im Normalfall nicht unglücklich. Solange in unserem Leben alles gut läuft, ist dies auch wenig besorgniserregend. Tagträumen und Nachdenken machen uns im Normalfall nicht unglücklich. Wir verpassen zwar den jetzigen Moment, aber mehr auch nicht. Schwierig wird es erst, wenn unser Leben unruhig wird. Dann wirft uns ein unkontrollierter Geist völlig aus der Bahn. Wir verlieren uns in Selbstzweifeln, Ängsten, Grübeleien oder verbeißen uns in Problemen, die gerade nicht gelöst werden können.

Wenn die Welt still wird

Wir alle kennen es, wenn wir abends im Bett liegen und die Welt um uns herum still wird. Dann beginnt sich das Gedankenkarussell zu drehen und wir denken über die Dinge nach, die uns gerade Probleme bereiten. Was wir abends oder früh am morgen sehr bewusst wahrnehmen, ist der Grundzustand unseres Geistes. Nur im Alltag nehmen wir es manchmal nicht wahr, weil wir mit so vielen Dingen beschäftigt und abgelenkt sind.

Eine Frage an dich: Wo bist du im Jetzigen Moment?

Halte einmal kurz inne. Wo bist du gerade geistig? Bewertest du? Denkst du? Oder schaffst du es vielleicht bereits, präsent diesen Text zu lesen? Bist du dir deiner Gefühle und Gedanken gewahr? Diese Wahrnehmung ist der erste Schritt der achtsamen Praxis. Wir werden uns bewusst, was unser Geist den lieben langen Tag macht (ohne es zu bewerten). Diese kurzen bewussten Momente sind es, mit denen ein achtsameres Leben beginnt.

Wir fangen an, uns selbst zu beobachten. Wie ein Detektiv, der herausfinden möchte wie du tickst. Er beobachtet neugierig, welche Gedanken du denkst, wie dein Körper darauf reagiert. Er schaut sich die Welt um dich herum unvoreingenommen an, so als ob er diese zum ersten Mal sieht.

Die spannende Reise zu mehr Achtsamkeit beginnt

Als ich diese Reise begann war ich erstaunt, wie viel mein Geist den ganzen Tag dachte. Er bewertete, kategorisierte und verlor sich fortlaufend in Gedanken. Ein kurzer Blick eines Fremden in der Bahn reichte, um das Gedankenkarussell anzustoßen. Ein Kleidungsstück, ein bestimmter Gesichtsausdruck und sofort glaubte ich, die andere Person einschätzen zu können.

Einfach ist nicht immer leicht. Und wenn ich einmal nicht über die andere Nachdachte, dachte ich über mein Leben nach. Verbiss mit in Probleme oder Sorgen. Dachte über das nach, was in der Zeitung stand oder im Fernsehen lief. Grübelte über die Zukunft oder verlor mich in Phantasien, wie mein Leben wohl verlaufen wäre, wenn ich andere Entscheidungen getroffen hätte.

Achtsamkeit Ade – Verloren im Alltag

Zu Beginn meiner Reise war diese Erkenntnis des stetig denkenden Geistes beängstigend, doch schnell verwandelte sich der erste Schock in Neugier. Ich war neugierig wie „Ich“ so ticke. Trotz dieser Neugierde und ersten Erfolge sollte dieser erste Kontakt mit der Achtsamkeit nicht lange halten. Ich verlor mich wieder im Alltag. Ich hatte viel zu tun: Ein stressiger Job, eine Familie. Ziele, die ich verfolgen wollte, Aufgaben, die ich erledigen musste und so arbeitete mein Geist schnell wieder auf Autopilot.

Was mich zur zweiten wichtigen Erkenntnis auf meinem Weg bringt: Der wichtigste Faktor beim erlernen der Achtsamkeit ist Kontinuität. Schon Jon Kabat-Zinn sagte so passend „Achtsamkeit entsteht nicht einfach wie von selbst, nur weil man zu der Überzeugung gelangt ist, dass es nützlich und wünschenswert wäre, bewusster zu leben. Es bedarf vielmehr einer starken Entschlossenheit sowie einer wirklichen Überzeugung vom Wert solchen Tuns, um jene nötige Disziplin aufzubringen.“

Alte Programme, Gewohnheiten und Handlungsmuster bestimmen unseren Alltag. Ehe wir uns versehen, handeln wir so, wie wir immer gehandelt haben. So verlor auch ich mich wieder in meinem Alltag aus Verpflichtungen und ToDos. Erst einige Monate später erkannte ich, dass es mit der Achtsamkeit nicht anders ist, wie mit allen anderen Fähigkeiten in unserem leben.

Wenn wir erfolgreich darin sein möchten, müssen wir üben. Täglich. Wir dürfen uns immer wieder daran erinnern, bewusst zu werden. Die beobachtende, bewertungsfreie Haltung einnehmen. Ich nutze dazu kleine Handlungen in meinem Alltag – sozusagen als Erinnerung. So wurde der Kaffee am Morgen eine Erinnerung, diesen bewusst zu genießen. Der Weg in die Arbeit, bewusst die Augen zu öffnen und Neues zu entdecken und eine Dusche nach dem Sport, eine Erinnerung daran, das Wasser und die Wärme mit allen Sinnen zu genießen.

Stück für Stück brachte ich mehr Bewusstsein und Achtsamkeit in mein Leben. Ich erkannte Muster und Zusammenhänge und konnte diese dann lösen.

Ganzheitliche Achtsamkeit – das Leben im Flow!

Aus all diesen Jahren, wo ich mich tagtäglich intensiv mit dem Thema Achtsamkeit auseinander setzte haben mich drei fragen nie losgelassen:

1) Was ist die Essenz, das Wichtigste, aus den fernöstlichen Lehrern?

2) Welche Erkenntnisse macht die moderne Hirnforschung im Bereich Achtsamkeit? (und in diesem

Bereich ist es momentan sehr spannend!)

3) Wie können wir, du und ich, diese Form der Achtsamkeit ganz konkret in unseren Alltag bringen?

Immer mit diesen Fragen vor den Augen habe ich über die Jahre das Modell der ganzheitlichen Achtsamkeit entwickelt. Es ist die einzige Lehre, welche die 3 wichtigsten Bereiche zusammen bringt: Die Essenz der Fernöstlichen Lehrern, die wichtigsten Erkenntnisse aus der modernen Wissenschaft und die effektivsten Wege aus der Praxis. Dadurch schafft es jeder (ohne jahrelang im Schneidersitz in einem Tempel zu sitzen) zu diesem natürlichen Zustand der Achtsamkeit zu finden, wo wir morgens mit einem lächeln aufwachen und den Tag im Flow verbringen. Wenn du dazu mehr erfahren möchtest kannst du dir gerne drei kostenfreie Seminar-Videos dazu ansehen: (LINK)

In deinem Leben versteckt sich noch so viel Schönes!

Die ganzheitlich Achtsame Haltung eröffnete mir ein ganz neues Lebensgefühl. Mein unruhiger Geist wurde immer öfter still und ich konnte die Schönheit Welt so sehen, wie sie ist. Ich erkannte alte blockierende Verhaltensmuster und konnte sie dadurch auflösen. In Situationen, in denen ich früher in die Luft gutgegangen wäre, blieb ich immer häufiger gelassen. Ich entdeckte die Schönheit in den einfachen Dingen. Die Freude am Sein.

Und all dies ist erst der Anfang. Die ersten kleinen Geschenke eines achtsamen Lebens.

Achtsamkeit ist das schönste Geschenk, das sich der Mensch selbst machen kann. Ich lade dich von Herzen ein, mehr Bewusstsein in deinen Alltag zu bringen. Du kannst du hierzu gerne meine kostenfreien Seminarvideos auf http://www.achtsamkeitsacademy.de/ anschauen, in denen ich dir ganz konkret zeige, wie du diese Form des Bewusstseins auch in deinem Alltag spüren kannst.

Ich freue mich auf dich!

Herzlich

Dein Peter Beer


Peter Beer ist leidenschaftlicher Autor mehrerer Sachbücher. Wann immer er eine freie Minute findet, bringt er das auf Papier, was er sonst in seinen Seminaren, Coachings und Vorträgen weitergibt. Dabei greift er immer auf die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Praxis zurück, um dem Leser neue Impulse und Übungen für ein gesünderes, begeistertes und wesentliches (dem eigenen Wesen entsprechend) Leben schenken zu können.
 
Auf seiner Seite www.achtsamkeitsacademy.de bietet er kostenlose Videos zum Thema „Achtsamkeit“ an.

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